Tasting: Camba Bavaria Nelson Weisse

Höchste Zeit endlich auch mal ein Bier der rührigen Camba Bavaria aus Truchtlaching unter die Lupe zu nehmen. Konkret geht es um das Weißbier der Camba das mit dem Neuseeländischen Hopfen “Nelson Sauvin” hergestellt wurde. Mehr zur Brauerei und den Bieren findet man hier: http://cambabavaria.de/

Vorab: Sehr zu empfehlen ist m.E. ein Besuch vor Ort. Denn Brauerei und Gaststätte sind eindeutig einen Besuch wert. Und das nicht nur wegen der spannenden Biere von Camba die vom Fass auf den Tisch kommen, sondern auch wegen des interessanten Stores “Camba Ladl”, in dem man neben den Kreationen aus Truchtlaching auch spannende (Craft-)Biere aus diversen Ländern (USA, Belgien, etc.) erwerben kann. Also wer im Chiemgau / am Chiemsee unterwegs ist, der sollte einen “Einkehrschwung” in Truchtlaching fest einplanen. Einzig an der Freundlichkeit kann man dort noch arbeiten. Oder vermutlich an der Personalstärke, denn der Kauf von Bier zum Mitnehmen wurde mir jedes Mal bei meinen Besuchen mehr als “Gnadenakt” gewährt. Grund ist: Die Damen im Restaurant waren scheinbar (oder sind tatsächlich) überlastet. Wohl wegen unzureichender Personalstärke. Aber wer mit dem Ladl wirbt muss – zumindest während der angegebenen Öffnungszeiten – dann auch Service “liefern”.

Das Bier kommt in klassischen “alten” Bügelverschlussflaschen a 0,5 l daher – da hüpft das Herz jedes Heimbrauers vor Freude – wenn er noch Flaschen für den nächsten Sud braucht.

Gestaltung: Die Frontseite ist aufgeräumt und stimmig gestaltet. Für das Nelson Weißbier ist die Farbe grün reserviert. Auf dem Rückenetikett erfährt man etwas über das Bier … leider nicht zu viel. Etwas mehr findet man gewöhnlich auf der o.g. Website – wobei diese nach meiner Erfahrung bisweilen mit dem Innovationstempo der Brauer nicht mithalten kann. Sprich: Nicht jedes Bier das verkauft bzw. ausgeschenkt wird, ist dort (aktuell) zu finden. Naja es gibt Schlimmeres.

Zum Nelson Weissbier selber: Im Glas präsentiert es sich von “schmutzig-goldgelber” Farbe, es hat einen stabilen, “frostigen”, grobporigen hellen Schaum und duftet hefig-teigig.

Der Antrunk ist abgerundet und vollmundg, frisch und sortentypisch … wenn auch etwas bitterer als man es von den bananig-fruchtigen Weißbieren öfters gewohnt ist. Ein erster Gruss vom Nelson Sauvin Hopfen aus Neuseeland sozusagen.

Die Rezenz ist angenehm, frisch und leicht prickelnd. Der Nachtrunk ist ausgewogen, rund und von leichter Hopfenbittere. Ein erneuter Gruß vom “modischen” Nelson Sauvin Hopfen. ==> http://www.hopfen-der-welt.de/pellets-typ-90/neuseeland/nelson-sauvin/

Prädikat: Dezent-herber Weißbier-Naturbursche aus dem Chiemgau und mit neuseeländischen Genen. Mit dem kann man immer mal wieder in den Biergarten gehen 🙂

 

Tasting: Wittmann Landshuter Hochzeits Märzen

Seit gestern (28. Juni) findet sie wieder statt: Die Landshuter Hochzeit. So wie alle vier Jahre. Und so gibt es jetzt anlässlich vom Fest erstmals (?) ein spezielles Märzenbier der Brauerei Wittmann aus Landshut.

Mehr zur Brauerei findet man hier: http://www.brauerei-wittmann.de/news

Mehr zum Fest hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Landshuter_Hochzeit und hier: http://www.landshuter-hochzeit.de/

Die Flasche zeigt – eh klar – ein historisches Motiv der Landshuter Hochzeit. Ansonsten erfährt man weder auf dem Etikett noch auf der Website etwas “mehr” über das Bier. Ist es z.B. nach einem historischen Rezept gebraut ? Wäre ja nett und passend / angemessen. Alles leider Fehlanzeige. So bleibt leider der Eindruck: Reiner Marketing-Gag um das Bier zu vermarkten.

Das Bier hat 5,5 % vol. und ist ein klassisches Fest-Märzen. Optisch kommt es mit dunkel-goldener Farbe daher, es ist klar und mit feinporigem, cremigen, weißem Schaum versehen.

Geschmacklich: Ein klassisches malzbetontes, süßliches Märzen mit wenige Fruchtigkeit, Bitterkeit oder gar herben Noten. S-ü-f-f-i-g ist das Wort das einem sofort und durchgängig in den Sinn kommt. Die Rezenz ist ganz dezent prickelnd. Das Bier ist von Anfang bis Ende malzig-süßlich. Auf die Dauer vielleicht etwas nervig, aber wie könnte man ein Mittelalter-Fest ohne so ein Bier überstehen ???

Prädikat: Gut das die Landshuter Hochzeit nur alle vier Jahre ist – somit gibt es dieses Märzen auch nicht zu oft. 😦

Tasting: Hopfull Hallertauer Pale Ale

Diese Bier aus meiner Nachbarschaft (Landkreis zählt noch dazu) ist noch sehr sehr neu. Aber nachdem ich heute früh erfolgreich auf Bier-Jagd war (fündig geworden bin ich bei http://www.xn--appel-getrnke-kfb.de/  in Au) kann ich das Bier gleich verkosten und vorstellen.

Erste Infos zum Bier findet man hier: http://www.auerbier.de/hopfull.htm

Über das Bier sagt die Brauerei selbst: “Gebraut wurde Hopfull mit heimischen Malzen, obergäriger englischer Ale-Hefe und mit den Hopfensorten Hallertauer Saphir, Hallertauer Perle, Hallertauer Hersbrucker und Saazer. Typisch für das IPA ist die letzte, späte Hopfengabe (Aromahopfen Saphir) erst bei der Lagerung des Bieres, die der Brauer „hopfenstopfen“ nennt. Hopfull ist mit 6,9 Volumen-Prozent Alkohol im mittleren Bereich dieses Biertyps einzuordnen und weist 60 Bittereinheiten auf. Das Hopfull gibt es in Kürze in der 0,33l-Flasche im gut sortierten Getränke-Fachhandel und ausgesuchten Gastronomien.”

Gut gefällt mir das auch eine mittelständische Brauerei den “Mut” zum IPA und zu – eigentlich eher – ungewöhnlichen Bierstilen aufbringt.

Die Gestaltung vom Flaschenetikett finde ich auf der Vorderseite nicht wirklich gelungen. Ist mir zu “zwanghaft-jugendlich”. Aber auf der Rückseite gibt es sehr viel über das Bier und seine Zutaten zu erfahren (siehe oben). Vorbildlich.

Der Preis den ich im Einzelhandel bezahlt habe (der Verkäufer hat mich extra “gewarnt”: “Des kost fei 1,99 € pro Flasche….plus Pfand!!!” ) finde ich, gemessen an manchen anderen IPAs aus Deutschland, in Ordnung.

Das Bier selbst ist ebenfalls OK. Die Farbe ist rotgold und klar. Der hautfarbene Schaum ist cremig und feinporig, leider aber nicht sehr stabil. Der Geruch ist relativ rein, leicht karamellig und mit einem ersten Kräuter-Hauch versehen. Der Antrunk ist relativ schlank, vollmundig mit etwas Malz. Angenehm weich und mit vielen grasigen Kräuteraromen kommt das Bier daher. Die Rezenz ist angenehm,frisch und sortentypisch “ruhig”. Der Nachtrunk ist trocken, feinherb bis feinbitter und wenig bis gar nicht fruchtig.

Ein bisschen habe ich den Eindruck man hat dieses Hallertauer IPA in Richtung des Geschmacks von Pilstrinkern getrimmt. Bei den verwendeten Hopfensorten eigentlich kein Wunder. Schade, denn etwas mehr Mut zur Fruchtigkeit würde dem Bier – sortentypisch – ganz gut bekommen.

 

Prädikat: Herb-Kräuterwürzige IPA-Variante aus der Hallertau. Eher so eine Art Indian Pils Ale.

 

Tasting: BraufactuM Darkon Schwarzbier

Eventuell ist das ja sogar ein Bier aus Bayern? Bei der Oetker-Brau-Gruppe weiß man ja nie so genau wo das Bier herkommt. BraufactuM residiert als “Die internationale Brau-Manufacturen GmbH” jedenfalls in Frankfurt. Aber nicht jedes (?) ihrer 11 Biere wird dort hergestellt. Mehr gibt es hier: http://www.braufactum.de/

Auf dem Etikett der neu ausgestatteten Flaschen steht jetzt neuerdings nicht mehr “Braufactum  –  Feine Bierkultur” sondern  “Braufactum   –   Das Craft Bier”. In meiner alten Firma hat man so ein Verhalten gerne als Namedropping bezeichnet! Guckstu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Namedropping

Neu ausgestattet heißt in dem Fall auch: 0,65 l Flaschen. Eigentlich eine nette Größe. Aber ich habe das Gefühl man hat zeitgleich an der Preisschraube gedreht (nach unten gar ?)

Etwas “affig” finde ich die gedruckte Unterschrift des Braumeisters – in dem Fall die von M. Rauschmann. Dem BraufactuM-Chef. Aber nachdem ich oft und gerne über zu wenig Transparenz auf den Bieretiketten der Brauereien motze, muss ich hier mal ein Lob aussprechen: Klar ist auf dem Etikett auch a bisserl Marketingblabla. Aber der Genießer erfährt bei den Braufactum-Bieren sehr viel über das Bier. Konkret beim Darkon welche Malzsorten (Münchner Malz, Karamellmalz, Röstmalz) verwendet werden und welcher Hopfen zum Einsatz kommt (Magnum, Saphir). B-r-a-v-o. So lob ich mir das. Stimmig und edel ist das Ganze eh. Also mein Rat an die anderen Brauereien: Nachmachen.

Das Bier selbst präsentiert sich im Glas ebenfalls gut. Klar und schwarz mit ein paar roten Blitzern. Toller fester, feinporiger, cremiger brauner Schaum der sehr stabil ist. Geschmacklich sehr schön bitter und röstig. Ein bisschen Schwarzbrot und Karamell kommt durch. Natürlich sehr malzaromatisch und kräftig. Und überraschend süß für ein Schwarzbier ist das Bier. Der Antrunk ist vollmundig und malzaromtisch. Trotz der Süße durchaus Sortentypisch. Die Rezenz ist angenehm aber keinesfalls spritzig oder gar prickelnd. Der Nachtrunk ist kräftig und feinbitter.

Prädikat: Gutes Schwarzbier – leider relativ teuer.

Tasting: Wolferstetter Dunkles Weizen

Nach dem Ausflug nach Hawaii jetzt wieder was deftig klassisches aus Bayern: Ein Dunkelweizen aus Vilshofen.

Der Biershop-Bayern schreibt dazu: >>>Ein dunkles Exportweizenbier mit dem süffigen malzigen Aroma eines dunklen Bieres. Die klassische Flaschengärung und die lange Reifung vervollständigen den Geschmack dieses dunklen Weizenbieres.

Stammwürze 12 %  /   alc. 5,5 % vol.
Vilshofen und Schärding, Traunstein und Erding, im Bayerland der Orte Vier, wo man trinkt das beste Bier
Dieser über 200 Jahre alte Spruch kündet vom stets erfolgreichen Braugewerbe in Vilshofen. <<<

Wer mehr über die Brauerei und ihre Biere erfahren möchte … sollte zumindest die Website des Herstellers (http://www.wolferstetter-brauerei.de/) meiden. Das ganze ist nämlich leider garnix.

Zur Optik: Klassische 0,5 l NRW-Flasche mit biederem Etikett. Informationsgehalt: Gering. Zumindest das Abzeichen vom “Goldenden DLG-Preis 2012” ist mit dabei. Aber was ich von den Prämierungen halte, wissen regelmäßige Leser des Blogs ja bereits. 

Das Bier selbst ist rot-braun und hefetrüb. Der Schaum ist feinporig und hält sehr lang. Optisch also schon mal gut gelungen. 

Geschmack und Aroma: Sehr malzig mit deutlicher Frucht / leichter Bananen-Note. Auch Karamell kommt im Geschmack deutlich vor. Nicht zu viel bizzelgefühl. Sehr ausgewogen und bekömmlich. Einfach ein leckeres vollmundiges und durchaus kräftigeres Weissbier.

Prädikat: Vermutlich nicht das Beste Bier im Bayerland…aber ein ordentliches niederbayerisches Dunkelweizen.

Tasting: Ottenbräu Pfingstfestbier

Das Bier ist für mich der lebende Beweis wie schlecht es den mittelständischen Brauereien in Deutschland geht. Keine (vermeintliche) Marktlücke ist zu klein um nicht doch besetzt zu werden. Oder wer hätte vor 2011 schon mal von einem Pfingstfestbier gehört? Aber scheinbar seit 2011 gibt es das Pfingst-Bier von der Brauerei Ottenbräu aus Abensberg (Quelle: ratebeer.com). Auch die einschlägigen Suchmaschinen im Internet kennen bei dem Suchbegriff Pfingst-Festbier nur das Ottenbräu als Treffer (an unterschiedlichen Stellen im www.). Eigentlich schlimme Zeiten wenn man auf solche Nischen setzen muss / darf.

Dabei hat das Bier es gar nicht nötig sich hinter so einem ungewöhnlichen Namen zu verstecken. Das Märzen ist nämlich richtig gut. Alkohol-technisch liegt es mit 5,8 % vol. zwischen dem normalen Märzen (5,5 % vol.) und dem Gillamoos-Festbier (6,0 % vol.). Eine Frühjahrs-Fingerübung für bzw. vom Braumeister? Aber warum das nicht ein ganz normaler Maibock geworden ist bleibt für mich ein Rätsel.

Das Bier kommt in einer extrem bieder etikettierten Flasche daher. Das Etikett verrät weder auf der Vorder- noch auf der Rückseite viel. Nur das dass Bier sich mit dem Label “Bayerisches Bier, geschützte geografische Herkunftsangabe” schmücken darf, erfahren wir. Und zwar weil man die “Braurohstoffe ausschließlich von regionalen Erzeugern” bezieht. Aha. Na sehr löblich das Engagement. Für einen Webauftritt reicht es aber nicht. Schade. Ich hätte gerne mehr erfahren.

Optisch ist das Bier im Glas von dunkelgold-amber-Farben. Fast schon orange-Farben. Und Geschmacklich so schwer und und malzig-süß wie ein Märzen sein soll. Der Schaum ist weiß und stabil. Hopfen kommt nur im Hintergrund zu einem Nebenrollen-Auftritt.

Prädikat: Komischer Name für eine Klasse-Bier.

 

 

Tasting: Crew Ale Werkstatt IPA India Pale Ale

Zeit wird’s das Bier der beiden Gründer von der Crew Ale Werkstatt unter die Lupe zu nehmen.

Neidisch bin ich auf die beiden schon ein bisschen. Einfach so den Job an den Nagel hängen und eine (Zigeuner-)Brauerei gründen. Respekt für diesen mutigen Schritt. Hoffe das es sich in jeder Hinsicht auszahlt.

Das Bier kommt in 0,33 l Flaschen daher mit einem recht modernen und reduziertem Etikett. So ganz ist mir nicht klar was die Eule auf dem Logo (?) zu suchen hat. Auf dem Hals-Etikett ist dann von “Munich Craft Beer” zu lesen. Das ist mir persönlich etwas too much für Biere die in Niederbayern (wie hier im Falle vom IPA) oder in Salzburg (im Fall des Summer und des Stout Bieres) gebraut werden. Aber ich will auch nicht zu kleinlich sein…

Dafür erfährt der interessierte Genießer den IBU Wert des Bieres (58) und welcher Hopfen am Start ist: Herkules, Cascade, Citra, Simcoe. Sehr vorbildlich nenne ich das.

Unter http://www.crewale.de/    erfährt man übrigens mehr über die Idee, die Produkte, usw.

Edit vom März 2014: Nach dem “Re-Branding” (neuer Name der Brauerei: Crew Republic) ist diese Bier jetzt als “Crew Republic Drunken Sailor” auf dem Markt!

Das Bier selber würde ich als relativ bitteres / nicht-sehr-fruchtiges und somit eher klassisches IPA bezeichnen. Und nachdem es mit 58 IBU recht bitter aber eben auch nicht zu bitter ist, hat man noch Raum nach “oben”. Trotzdem machen sich auch Anklänge von Zitrus und Frucht bemerkbar. Die Farbe ist irgendwo zwischen dunklem Bernstein und hellem Braun mit einem Stich Orange. Der Schaum ist hellbraun und relativ stabil. Den Kohlensäuregehalt finde ich genau richtig für den Biertyp. Nicht zu soft aber auch nicht zu bizzelig.

Prädikat. Bier von zwei ehemaligen Unternehmensberatern…. und dafür sogar gut gelungen.

Tasting: Brauerei Plank (Laaber) Hefeweizen

Plank_Laaber_hefeweizen

Das heutige Tasting stellt das Hefeweizen von einer weniger bekannten Brauerei vor. Ein Geheimtipp ist das Bier aber nicht, hat doch alleine dieses Hefeweizen schon zwei silberne und einen goldenen Award beim World Beer Cup gewonnen. Wir reden also nicht über irgendwelche DLG-Schnullibulli-Medaillen sondern über richtige Wettbewerbe (mit allen Vor- und Nachteilen). Und auch die anderen Biere von der Brauerei Michael Plank können sich sehen und schmecken lassen. So hat zum Beispiel der Helle Weizenbock sage und schreibe 5 x Gold beim World Beer Cup geholt. R-e-s-p-e-k-t.

Mehr zu den Bieren und zur Brauerei findet man hier: http://www.brauerei-plank.de/

Das Bier kommt in der “klassischen” etwas bauchigen Euro-Flasche daher. Beim Etikett konnte man sich scheinbar nicht so ganz zwischen Tradition und Moderne entscheiden. Dafür wird auf dem Rücken-Etikett relativ viel über das Bier erzählt.

Geschmacklich ist das Bier betont frisch und v.a. fruchtig. Sehr viel bananiger Ester und Südfrüchte. Ansonsten dominiert die Süße und nicht das Malz oder die Hefigkeit. Etwas mehr Rezenz ( http://www.braukultur-franken.de/kompendium/r/rezenz/rezenz.html ) sprich Bizzeln, wäre gut, denn das Bier wirkt nach einigen Minuten zwar nicht schal, aber doch etwas “flach”.

Prädikat: Hidden Champion (http://de.wikipedia.org/wiki/Hidden_Champions) aus der Oberpfalz.

Tasting: Riedenburger Dolden Sud Bavarian IPA

Endlich habe ich dieses Bier im Handel gefunden. Einen ersten Probierschluck habe ich schon auf der Braukunst Live in München nehmen dürfen. Aber im Eifer des Gefechts…
Nun also das Tasting für dieses außergewöhnliche Bavarian IPA.

Das Etikett ist jedenfalls sehr ungewöhnlich und erinnert auch nicht an die normalen Etiketten vom Brauhaus aus Riedenburg. Es werden sehr viele Informationen über das Bier auf dem Etikett auf der Flaschenrückseite geliefert. Bemerkenswert ist das auch Emmer-Malz zum Einsatz kommt. Und für sein Emmer-Bier ist das Brauhaus ja durchaus bekannt. Dem Bier schadet es jedenfalls nicht. Leider fehlt die Info welche Hopfensorten zum Einsatz kommen. Schade. Ach ja: Wie bei Riedenburger üblich ist das Bier komplett aus ökologischen Zutaten hergestellt. (Deswegen gibt es das Bier z.B. auch beim Basic Biomarkt in München). R-e-s-p-e-k-t.

Mehr zum Bier ist hier zu finden: http://www.riedenburger.de/startseite/biere/riedenburger-biere/unser-dolden-sud/doldensud/browse/typo3temp.html

Ein weiteres Tasting ist übrigens hier zu finden: http://www.usox.org/2013/05/riedenburger-brauhaus-dolden-sud/

Mit 6,5 % Alc hat das Bier auf jeden Fall den “richtigen” Alkoholgehalt. Auch die Farbe (amber-orange) passt m.E. sehr gut zum IPA. 

Das Aroma und der Geschmack sind IPA-typisch von citrus- und grapefruit-Noten dominiert.  Es ist insgesamt sehr fruchtig und trotzdem trocken im Nachgeschmack.

Mir gefällt das Bier ausserordentlich gut.

Prädikat: US-Hipster mit kontrolliert biologischen Ökosocken. Trotzdem lecker. 

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Tasting: Klosterbräu Mallersdorf Zoigl – Vollbier mit Hefe

Wichtig: Das Bier ist nur echt wenn einem Ordensschwester Doris vom Etikett entgegenlächelt. 

Die Brauerei hat gerade etwas “nationale Aufmerksamkeit” erhalten weil der “Bierpabst” Conrad Seidl die Brauerei in seiner dreiteiligen Sendung “Bier on Tour” auf Servus TV vorgestellt hat. http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Bier-on-Tour-011259497556121

Für mich ein guter Anlass ein Bier von der Doris zu trinken. 

Das Bier kommt in einer altmodischen Bügelverschlussflasche daher. Das Etikett ist natürlich an Biederkeit kaum zu überbieten. Aber das gehört hier auch zum Gesamtpaket und ist für mich stimmig. Auch wenn im TV zu sehen war das die Brauerei durchaus modern ausgestattet ist. Da wird nix im gammeligen Holzzuber vergoren. Alles auf der Höhe der Zeit und tiptop von BrauKon (glaub ich zumindest). 

Mehr ist über das Bier weder auf dem Flaschenetikett noch im Web zu erfahren. Einzig über die Website vom Klosterbräustüberl  ==> http://www.klosterbraeustueberl-mallersdorf.de/  ist ein bisschen was zu erfahren.

Das Bier im Glas ist goldfarben, leicht hefetrüb und hat eine feinporige weiße Schaumkrone. Etwas teigige Hefe kommt über die Nase rüber. Geschmacklich ist es frisch und malzig, am Anfang herb und dann im Nachgeschmack süßlich. Insgesamt recht “trocken”. 

Laut ratebeer.com ist es das Bier mit den drittbesten Noten (Stichwort “Schwarmintelligenz”) von der Klosterbrauerei Mallersdorf. Nur die beiden Bockbiere erzielen bessere Durchschnittsnoten. 

Prädikat: Leckere Klosterschwester   🙂