Tasting: Jaipur India Pale Ale von Thornbridge Brewery

thornbridge

Heute im Test: Ein India Pale Ale aus England.

Die Thornbridge Brewery hat viele interessante Biere im Portfolio. Bei Ratebeer.com werden aktuell 200 versch. Biere aufgeführt. Das Jaipur zählt mit einer Durchschnittsnote von aktuell 3,59 zu den “besten” Bieren der Brauerei.

Im Glas ist das Bier gelbgold, klar/blank und hat einen feinporigen, weißen Schaum.

Das Aroma ist betont citrus-fruchtig. Fichten-/Pinien-Noten und etwas Getreidearomen kommen hinzu.

Die Rezenz ist leicht prickelnd und frisch.

Der Antrunk ist schlank, vollmundig, frisch, sortentypisch.

Der Abgang/Nachtrunk ist trocken, feinherb-feinbitter und relativ kräftig. Sehr langanhaltend und bitter / citrus-fruchtig-bitter.

Mein Prädikat: Das Bier sieht im Glas fast noch etwas besser aus als es schmeckt. Keine IPA-(Süd-)Fruchtbombe, dafür bemerkenswert bitter und citrus-lastig.

Gefunden bei biervana.eu.

 

Tasting: Absolvinator Doppelbock von Meinel-Bräu aus Hof

Zur Feier des Tages gibt es heute einen Doppelbock. Doppelter Grund dafür: Daniel vom Usox-Bierblog wird feiert heute seinen 30ten Geburtstag. (http://www.usox.org/ ). Und im TV (BR / 3tes Programm um 19 Uhr) kommt heute wieder der Starkbieranstich vom Nockherberg mitsamt Politiker-Derblecken. ==> http://de.wikipedia.org/wiki/Derblecken

Daher muss ein Doppelbock ins Glas. Aber nicht der Salvator um den sich im Fernsehen alles dreht und auch keines der anderen bekannten Starkbiere aus München, sondern der Absolvinator von Meinel Bräu kommt heute auf den Tisch. Er hat solide 8 % vol. alc und kommt einer 0,5 l Euro-Flasche auf den Markt.

Im Glas eingeschenkt ist das Bier sehr klar, rotbraun / kastanienbraun und hat eine feste / cremige hellbraune Schaumkrone die gut am Glas haftet. Bei ratebeer.com hat das Bier recht gute Bewertungen erhalten, auch wenn es nicht für die weltweiten Top 50 Biere in der Kategorie Doppelbock reicht (Auf Platz 1 ist aktuell der Ayinger Celebrator, auf Rang 2 der Andechser Doppelbock Dunkel – well deserved würde ich sagen).

Das schreibt die Brauerei über ihr Bier:

Absolvinator ist ein kräftiges, malzaromatisches dunkles Starkbier, in der Tradition der Fastenbiere vor Ostern. Als einziges Bier, das den Namen einer Schülerverbindung (RAAV Absolvia Hof 1869) trägt, wird es eingebraut aus dunklen Spezialmalzen und nach dem klassischem Brauverfahren produziert. Vier Monate gereift, kommt es zu Beginn der Fastenzeit beim traditionellen Starkbieranstich zum Ausstoß.

Das Aroma ist malzaromatisch, süßlich, florale Hopfennoten sind im Spiel, der Alkoholgehalt lässt sich auch in der Nase schon gut wahrnehmen, last but not least kommen einige Röstmalznoten vom dunklen Malz dazu.

Die Rezenz ist angenehm-soft.

Der Antrunk ist vollmundig, malzaromatisch, betont schwer, weich und sehr sortentypisch.

Nachtrunk: ausgewogen, rund, kräftig und malzaromatisch betont und ohne anhängende Bittere – auch wenn im Nachklang etwas Hopfenbittere im Spiel ist.

Mein Prädikat: Sehr guter dunkler Doppelbock der sich gefährlich gut trinken lässt.

Tasting: Schwärzla vom Klosterbräu Bamberg

Mit einer Durchschnittsnote von aktuell 3,36 schafft es dieses fränkische Schwarzbier ganz knapp nicht in die weltweiten Top 50 der Schwarzbiere bei ratebeer.com ==> http://www.ratebeer.com/beerstyles/schwarzbier/29/      Die einzelnen Bewertungen findet man über diesen Link: http://www.ratebeer.com/beer/klosterbrau-schwarzla/10082/

Gekauft habe ich das Bier (0,5 l Bügelverschluß-Flasche) beim unglaublich gut sortierten REWE Markt in Bamberg. Wenn doch nur jeder zweite Rewe-Markt eine derart interessante Bierauswahl hätte…mannomann.

Mehr zur Brauerei aus der Bier-Kultstadt Bamberg findet man hier: http://www.klosterbraeu.de/

Im Glas ist das Bier dunkelbraun – schwarz, undurchsichtig / trüb und es hat eine unfassbar stabile, cremige, braune Schaumkrone die sehr gut am Glas haftet. Optisch also schon mal 10 von 10 Punkten.

Auch das Aromenspiel ist top: Malz und Getreide, Karamell und etwas Kaffee, ein Hauch Holz,Rauch und Erdigkeit, etwas Kräuter-Hopfen.

Die Rezenz ist recht lebendig-prickelnd, lässt aber mit der Zeit nach und ist dann moderat frisch.

Der Antrunk ist abgerundet, vollmundig, malzaromatisch / malzbetont, röstaromatisch, relativ weich, sortentypisch ohne zu schwer und wuchtig zu sein.

Der Nachtrunk ist leicht sauer, rund, feinherb-feinbitter, kräftig betont und insgesamt harmonisch.

Mein Prädikat: Tolle Ausgewogenheit zwischen dunklem / kräftigem Malzgeschmack und einer süffigen “Leichtigkeit“, denn das Bier ist zwar Vollmundig aber kein betont starkes / füllendes Bier. Bamberger Braukunst at its best.

Tasting: Pale Ale von der Regensburger Spital Manufaktur

Ein Pale Ale von der “Ältesten Brauerei der Stadt Regensburg – seit 1226”. Wenn sogar dort schon mit Pale Ale experimentiert wird, dann ist die Craft-Bier Bewegung schon weit gekommen denke ich. Zumindest was die Adaption von neuen Bierstilen angeht.

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Mehr zur Brauerei findet man hier: http://www.spital.de/brauerei/

Erste Bewertungen des noch recht neuen Bieres findet man hier: http://www.ratebeer.com/beer/spital-manufaktur-pale-ale/243599/

Das Bier kommt in einer 0,33 l Flasche auf den Markt und hat 6,5 % vol. alc.

Im Glas ist das Bier orange-bernsteinfarben, gleichmäßig hefetrüb und hat einen gut haltbaren, beige-weißen Schaum der gut am Glas haftet.

Das Aroma ist Getreide, Citrus, Fichte / Pinie, etwas Kräuter-Hopfen. Ein leichter “Fehlton” von nasser Kleidung gesellt sich (leider) hinzu.

Rezenz ist soft-leicht perlend.

Antrunk: schlank, abgerundet, vollmundig, frisch, sortentypisch.

Nachtrunk: rund, feinbitter, fruchtig, relativ harmonisch.

Mein Prädikat: Ordentlich gelungenes Pale Ale mit guter, frischer Note. Leider (noch) nicht der ganz große Wurf.

Tasting: XPA / X-Berg Pale Ale von Schoppe Bräu, Berlin

Wohl eines der bekanntesten Craftbiere aus Berlin. Zumindest von einer der bekanntesten Craft-Bier-Brauereien in der Hauptstadt. Dahinter steht der Dipl-Ing. Brauwesen Thorsten Schoppe. Mehr zur Brauerei und ihren Bieren findet man hier: http://www.schoppebraeu.de/wir-ueber-uns.html

Das Bier kommt in einer bauchigen 0,33 l Flasche auf den Markt, das Etikett ist betont reduziert gestaltet und verzeichnet nur die notwendigen Angaben (7,0 % vol. alc.). Leider gibt es auf der Flasche keine detaillierten Infos zu den verwendeten Zutaten. Auf der o.g. Website findet man dann zumindest die verwendeten Hopfensorten: Cascade, Simcoe, Amarillo. Und die IBU / Bittereinheiten: 70 BE.

Bei ratebeer.com hat das Bier recht gute Bewertungen erhalten: http://www.ratebeer.com/beer/schoppe-xpa/166757/

Im Glas ist das Bier bernsteinfarben, gleichmäßig trüb und es hat einen cremigen, beigen, gut haltbaren Schaum der sehr gut am Glasrand haftet.

Aroma: Betont süßlich-fruchtig, citrus, etwas Fichte, sehr viel blumige Aromen. Etwas malzaromatische Süße kommt hinzu.

Rezenz: weich-soft-angenehm

Antrunk: schlank, vollmundig, malzaromatisch, weich, sortentypisch, leicht würzeartig

Nachtrunk: rund, feinbitter, harmonisch, immer noch recht fruchtig-süß.

Mein Prädikat: Sehr gutes Kreuzberg-Pale-Ale. Betont fruchtig-süß. Für meinen Geschmack leider etwas zu süßlich um in meinem Ranking ganz nach oben zu kommen. Aber ganz sicher eines der besten Biere aus Berlin.

Tasting: Fendt Ernte Gold von der Aktienbrauerei Kaufbeuren

Aus der “Fendt Landmaschinen-Bier-Serie” von der Aktienbrauerei Kaufbeuren heute das “Ernte Gold” Hell im Test. (Es gibt auch noch ein Katana Pils, ein Vario-Weizen und ein Dieselross-Öl (Märzen). Alle Biere nehmen offenbar Anleihen bei erfolgreichen Produkten / Serien der Fa. Fendt….

Das Bier kommt in 0,33 l Flaschen auf den Markt, hat solide 5 % vol. alc und ist im Glas goldgelb, sehr klar und hat eine relativ stabile, feinporige, weiße Schaumkrone die gut am Glasrand haftet.

Das Etikett zeigt – natürlich – einen Mähdrescher von der Landmaschinenfarbrik Fendt. Mehr Ernte-Symbolik geht kaum.

Tasting- bzw. Testergebnisse findet man hier: http://www.ratebeer.com/beer/kaufbeuren-fendt-ernte-gold/87078/  …auch wenn das Bier nur unterdurchschnittlich abschneidet.

Die Rezenz ist leicht perlend – frisch.

Aroma: Getreidig, Malzaromatisch, etwas Kräuter-Hopfen.

Antrunk: schlank, abgerundet, malzaromatisch, weich, sortentypisch

Nachtrunk: ausgewogen, rund, feinherb-feinbitter, harmonisch, süffig.

Mein Prädikat: Bei aller “Veteranen-der-Scholle-Nostalgie” ist mir das Bier einfach zu süffig-nichtssagend. Da gibt es bessere Biere aus dem Allgäu.

Tasting: Pilsissimus Exportbier von der Forschungsbrauerei Jakob KG

Nach dem Dunkel (https://bierausbayern.wordpress.com/2014/02/04/tasting-munchener-naturquell-dunkel-von-der-forschungsbrauerei-jakob-kg/ ) heute das nächste Bier von der ambitionierten kleinen Brauerei aus München: Ein “Goldgelbes Spezialbier mit feinporiger Schaumkrone, gebraut nach überliefertem Traditionsrezept. Das edle, fein Bittere aus Hallertauer Aromahopfen.”

Mehr zum Bier und zur Brauerei gibt es hier: http://forschungsbrauerei.de/index.php/brauerei/bierspezialitaeten

Die (bisher guten!) Bewertungen des Bieres findet man z.B. hier: http://www.ratebeer.com/beer/forschungsbrauerei-pilsissimus/23051/

Das Bier (gekauft beim rührigen Getränke-Stad’l in Eching ==>  http://echinger-getraenkestadl.de/ ) kommt ebenfalls in einer 1,0 L Bügelverschluss-Flasche auf den Markt.

Im Glas ist das Bier goldfarben, gleichmäßg hefetrüb und hat eine cremig-feste weiße Schaumkrone.

Aroma: leicht teigig-säuerlich, relativ rein, leicht fruchtig, dezent süßlich, hopfenaromatisch.

Rezenz: Frisch

Antrunk: schlank, vollmundig, frisch, relativ weich, sortentypisch

Nachtrunk: ausgewogen, rund, trocken, feinherb-feinbitter mit einem Hauch Fruchtigkeit, schön harmonisch.

Mein Prädikat: Tolles Pils das sehr frisch und im gewissen Sinne “Vollmundig” daherkommt. Gute Balance zwischen Bitternoten und fruchtiger Frische. Kommt auf jeden Fall wieder ins Glas.