Tasting: Bamberger Hofbräu Lager von der Weyermann Biermanufaktur

Bamberger Hofbräu Lager von der Weyermann Biermanufaktur

Die Biermanufaktur / Versuchsbrauerei von Weyermann in Bamberg hat bisher ca. 70 Biere hergestellt und vermarktet. Darunter finden sich dann auch exotische Sorten wie ein Dinkelbock, Honey Chilli Porter oder ein Oak-toberweizen (mit Eichenrauch-Weizenmalz).

Heute bei mir im Test – nach dem Einkauf im lobenswerten Weyermann Fanshop – das “Weyermann (R) Bamberger Hofbräu Lager”. Wenn man in dem besagten Fanshop das Bier kauft, erhält man automatisch das ausgedruckte Rezept dazu. Hobbybrauerherz was willst Du mehr ? Dort steht zu dem Bier:

Dieser Sud wurde extra eingebraut um die Vorzüge der Gerstensorte Barke hervorzuheben und die ausgewogene Vollmundigkeit zu demonstrieren. Die angenehme, hopfenaromatische, milde Bittere rundet das Gebräu zu einem süffigen Trunk ab. Das goldfarbene Bier passt sehr gut zu Thunfisch und Hühnchen sowie zu leichten Gerichten wie Salat.

 

Malzmischung:

85% Weyermann Barke Pilsner Malz

15% Weyermann Barke Münchner Malz

 

Stammwürze: 12,2 P

Alkohol 4,9 % vol. alc.

18 BE (Perle und Spalter Aromahopfen)

Hefe: Fermentis Saflager W34/70

Damit ist schon sehr viel zu Bier gesagt. Aber so wünscht man sich das ja als Bier-Nerd eigentlich immer.

Im Glas ist das Bier goldgelb, klar und hat eine cremige-weiße Schaumkrone die gut am Glasrand haftet.

Die Rezenz ist angenehm-soft und nur ganz leicht perlend.

Das Aroma ist betont malzaromatisch und getreidig mit einem Hauch Hopfen-Kräuter-Aroma.

Der Antrunk ist weich und mild, weiter sehr malzaromatisch und für ein Lager-Bier sortentypisch. Eine leicht säuerliche Note kommt im Antrunk hinzu.

Der Nachtrunk ist ausgewogen, rund, feinbitter, harmonisch und ziemlich süffig.

Mein Prädikat: Betont süffiges, malziges und sehr leckeres Lagerbier aus Bamberg.

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Tasting: UnderDog Atlantic Lager von der Flying Dog Brewery.

Heute ein Bier aus Maryland, USA. Von der umtriebigen Flying Dog Brauerei. Umtriebig weil bei ratebeer.com mit über 100 Bieren “am Start”. Der Underdog wird eher durchschnittlich bewertet: http://www.ratebeer.com/beer/flying-dog-underdog-atlantic-lager/170589/

Mehr zur Brauerei findet man hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Flying_Dog_Brewery bzw. hier: http://flyingdogales.com/

Beim Bier handelt es sich um ein “Premium Lager” mit 4,7 % vol. alc. und 28 IBU. Die Etiketten der Flaschen (US-typische 0,355 l) sind bei Flying Dog immer (?) außergewöhnlich gestaltet. Vom Künstler Ralph Steadman – einem etwas schrägen Typen: http://www.ralphsteadman.com/

Zutaten: Roggenmalz, Cara-Pils-Malz, Weizenmalz, eigene Hefe, Perle-Hopfen und Goldings-Hopfen. Die Hefe sorgt für ein “belgisches” Aroma (leicht säuerlich).

Im Glas ist das Bier hellgelb, leicht trüb / opalisierend, es hat eine grobporige weiße Schaumkrone, der Schaum haftet fein am Glasrand.

Aroma: Leicht säuerlich (siehe oben), Fruchtig / Citrusnoten, Pinie / Fichte

Rezenz: spritzig

Antrunk: schlank, frisch, weich, leicht malzaromatisch

Nachtrunk: ausgewogen, trocken, feinbitter

Mein Prädikat: Ein ungewöhliches und nicht uninteressantes Lager. Aber auch nicht Außergewöhnlich. Durch die Frische passt das sicher gut zu Seafood.

 

Tasting: Holy Cowl (Belgian Style Tripel) von Craftwerk Brewing / Bitburger

Heute ist es herbstlich genug um das dritte Bier vom Bitburger Craftbier-Ableger zu testen. Getrunken habe ich das Holy Cowl schon mal im Juli oder August. Aber das waren die Aussentemperaturen einfach zu warm für ein Belgian Style Tripel. Laut Etikett ein Starkbier mit schlappen 9,0 % vol. alc. Da das Bier also eher was für kühle Herbst- und Winter-Tage ist, habe ich eine der Flaschen bis heute reifen lassen. 

Bei der Bewertungsplattform ratebeer.com hat das Bier (Style: Abbey Tripel) übrigens erst schlappe 7 Bewertungen. Stürmische Nachfrage sieht m.E. anders aus. Und von den drei Craftwerk-Bieren hat es bisher auch die schlechteste Durchschnittsnote (Weighted Av. 3,05). Wobei man der Fairness halber betonen muss, daß elf resp. sieben Bewertungen bei den Werken von Craftwerk auch noch nicht ernsthaft repräsentativ sind.

Das Bier kommt in einer 0,33 l Flasche daher, es ist bis Juni 2015 haltbar und das Etikett ist im üblichen Craftwerk-Stil gehalten. Auf dem Rückenetikett erfährt man relativ viel über die Zutaten (Hopfen: Perle und Hallertauer Tradition, Malz: Pilsner Malz und Karamellmalz) und das Bier. 

Optik: orangefarben, leicht trüb, gleichmäßig trüb, grobporiger weißer Schaum der schnell zusammenfällt. 

Aroma: Dezent säuerlich, hefig, etwas Birne / Frucht, klar wahrnehmbare Süße, Honig, vielversprechend 

Antrunk: vollmundig, weich, sortentypisch, schwer, alkoholig

Rezenz: spritzig und für meinen Geschmack etwas zu bizzelig

Nachtrunk: kräftig betont, rund, süß, lang anhaltend, wenig Bitternoten 

Prädikat: Guter Versuch eines Belgian Style Tripel … aber irgendetwas fehlt dem Bier. So richtig Authentisch kommt es bei mir nicht an.