Tasting: Kreativbrauerei Kehrwieder SHIPA Ella

Heute im Glas das brandneue Single Hop India Pale Ale von der Kreativbrauerei Kehrwieder. Gebraut mit dem neuen australischen Aromahopfen “Ella”. Hopfen-der-Welt schreibt über diesen Hopfen: ” Ella hat zwei Gesichter: vorsichtig dosiert bringt sie blumige und würzige (Anis) Noten ins Bier, bei höherer Dosis oder gestopft kommen dann auch sehr schöne Grapefruit/tropische Aromen. Ein vielseitig verwendbarer Hopfen!” ==> http://www.hopfen-der-welt.de/pellets-typ-90/australien/ella/  

Das Etikett der 0,33 l Long-Neck-Flasche ist im bekannten Stil der Kehrwieder Brauerei gehalten. Es gibt relativ viele Informationen zum Bier (IBU: 65, Hopfenaroma, Glasempfehlung, Empfohlene Trinktemperatur, …). Sehr löblich.

Optik: Im Glas ist das Bier bernsteinfarben – orangefarben. Gleichmäßig Trüb / unfiltriert und mit beigem haltbarem Schaum.

Aroma: Die typischen und schon angekündigte / erwartete Ladung Grapefruit / bittere Zitrusfrucht. Eine Gewürznote / leichte Schärfe ist erkennbar, das Anis-Aroma kann ich leider nicht so richtig entdecken. Aber das nimmt man ja individuell auch unterschiedlich wahr.

Antrunk: Spritzig-frisch, vollmundig, sortentypisch.

Rezenz: spritzig – fast schon prickelnd

Nachtrunk: kräftig betont und feinbitter, zitrusfruchtig

Mein Prädikat: Interessantes und frisches Single Hop IPA aus der Brauerei die sich zu Recht als “Kreativbrauerei” bezeichnet.

Am Freitag 16. Mai eröffnet Biervana in München

Der erste reine Bierspezialitäten- und Craftbeer-Store in München wird am kommenden Freitag (16. Mai ab 12 Uhr) seine Pforten aufsperren.

Mehr dazu hier: www.biervana.eu  und hier: https://www.facebook.com/biervana

Aus dem Sortiment:

Aus Deutschland z.B. Hopfenstopfer, Camba Bavaria, Braukunstkeller, Riedenburger, Schönramer, Kehrwieder, Maisel & Friends, Crew Republic, Riegele Braumanufaktur, Schlenkerla, Ale Mania.
Aus Belgien u.a. Rochefort, Rodenbach, Westmalle, Liefmans, Duvel, Castle, Chimay, Orval, Grimbergen, …
Aus USA: Red Hook, Sierra Nevada, Widmer Brothers, Anchor Brewing, Rogue, Flying Dog, Anderson Valley, Alaskan, sowie in Bälde: Evil Twin
Aus UK u.a. Brewdog, Orkney Brewers, Greene King, Samuel Smith, Belhaven.
Und aus dem “restichen” Europa folgen in Kürze z.B. Omnipollo aus Schweden, O’Hara’s aus Irland, Toccalmatto aus Italien, Emelisse und Maximus aus den Niederlanden sowie Gusswerk aus Österreich. 

 

Lesestoff: Craftbeer Test & Tasting in der neuesten Ausgabe von Falstaff

Getestet und nach dem (vom Wein bekannten) 100-Punkte-Schema bewertet wurde diesmal Craftbier aus Deutschland. Etwas irritierend ist das ein Lager, drei IPA, zwei Pale Ale und ein Weizenbock miteinander verglichen oder zumindest gemeinsam bewertet wurden. Irritierend deshalb weil es von den Brauereien, die nicht mit einem IPA im Test vertreten waren in den meisten Fällen durchaus auch IPAs gibt. So bleibt ein bisschen der Eindruck das – auch wenn man wohl die Bandbreite der deutschen Craftbier-Szene zeigen wollte – hier die sprichwörtlichen Äpfel mit Birnen verglichen wurden…!? Denn womöglich ist der Weizenbock von Maisel & Friends (mit 91 Punkten auf Rang 5 in dem Tasting) in seiner Kategorie das bessere Bier?

Die genaue Rangfolge des Tastings:

Prototyp von Kehrwieder mit 97 Punkten

Drunken Sailor von Crew Republic mit 95 Punkten

Tangerine Dream von Bitburger / Craft-Werk mit 93 P.

Mandarina IPA vom Braukunstkeller mit 92 P.

Jeff’s Bavarian Ale von Maisel & Friends mit 91 P.

Simco3 von Riegele mit 91 P.

Citra Ale von Hopfenstopfer mit “nur” 89 P.

Diesmal schreibt übrigens Peter Eichhorn diese regelm. Kolumne zum Thema Bier in der (deutschen Ausgabe) der Zeitschrift Falstaff. Und nicht wie in der Vergangenheit “Bierpapst” Conrad Seidl. Ob das ein genereller Wechsel ist, ist mir nicht bekannt. 2014-04-10 17.00.03 2014-04-10 17.02.04 2014-04-10 17.01.25 20140324_150150 20140324_150207 20140324_150038

Lesestoff: DMAX Magazin mit Craftbier-Special

Neu am Kiosk ist das DMAX-Magazin – Ausgabe März 2014. Neben – natürlich – ausführlichen Hinweisen auf das DMAX TV-Programm gibt es aber in dieser Ausgabe einen 6-seitigen Beitrag zum Thema Craft Beer. Geschrieben von Jan Fleischmann. Und zu finden ab Seite 76 in der Rubrik Lifestyle.

Zu Wort kommen viele der bekannten Craft-Bier-Protagonisten aus Deutschland. Ratsherrn, Oliver Wesseloh, Sebastian Priller-Riegele, usw. Aber auch unbekanntere Namen kommen im Artikel vor: So z.B. Mariann von Redecker – Gebietsverkaufsleiterin bei Pilsner Urquell. Auf den letzten beiden Seiten werden dann exemplarisch “sechs feine Lokal- und Kleinbrauereien in Deutschland” vorgestellt: Kehrwieder aus Hamburg, Hops & Barley aus Berlin, die Maxbrauerei aus Altenstadt, Plank aus Laaber, Schönbuch aus Böglingen und Riegele aus Augsburg. Bei der letztgenannten kann ich allerdings die Einordnung in “Kleinbrauerei” nicht so ganz nachvollziehen. Egal. Was zählt ist die gute Absicht.

Mein Prädikat: Nicht ganz so toll und ausführlich wie das Special in der BEEF, aber insgesamt ordentlich gemacht.

In der Fotogalerie finden sich einige Ausschnitte aus dem Artikel: 
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Ratebeer.com veröffentlicht zur Zeit seine 2014er Bestenlisten

Ratebeer publiziert jedes Jahr seine “Bestenlisten”. So wurden heute die “Best Places for Beer” veröffentlicht. In Bayern ist Kloster Andechs der “beste Brewpub”, das Bräustüberl Weihenstephan ist der beste “Brewers tap room”, das Cafe Abseits aus Bamberg ist der Sieger in der Kategorie “beste Bier-Bar” und das Landbierparadies aus Nürnberg ist der Sieger in der Kategorie “Bester Retailer / Bottleshop”. Alles “well deserved” und nachvollziehbar würde ich sagen.

Die Liste findet man hier: http://www.ratebeer.com/RateBeerBest/BestPlaces-State2014.asp

In Hamburg hat den Titel “Bester Retailer / Bottleshop” übrigens Esther vom Bierland gewonnen und nicht der Craftbeerstore! (Auch in Sachsen wurde der Craftbeerstore Dresden nicht ausgezeichnet, aber für den kam der Wettbewerb wohl auch zu früh. Nächstes Jahr sieht es da vielleicht schon anders aus).

Bei den bereits gestern veröffentlichten “Top Bieren, Brauereien und neuen Brauereien nach Region” sieht die Liste für Deutschland so aus:

GERMANY top beer top brewer best new brewer
Baden-Württemberg Häffner Bräu Hopfenstopfer Comet IPA Häffner Bräu
Bavaria Schneider Aventinus Brauerei Aying Hans Müller Sommelierbier GmbH
Berlin Heidenpeters Pale Ale Hausbrauerei Hops & Barley
Brandenburg Braumanufaktur Potsdamer Stange Klosterbrauerei Neuzelle
Hamburg Kehrwieder Prototyp Kreativbrauerei Kehrwieder Kreativbrauerei Kehrwieder
Hesse BrauKunstKeller Amarsi Kärrners Hausbrauerei
Lower Saxony Einbecker Winter-Bock Einbecker Brauhaus
Mecklenburg-Vorpommern Störtebeker Atlantik-Ale Störtebeker Braumanufaktur
North Rhine-Westphalia Schumacher 1838er Hausbrauerei Päffgen
Rhineland-Palatinate Craftwerk Hop Head IPA⁷ Parkbrauerei
Saarland Karlsberg Brauerei
Saxony Original Ritterguts Gose Ritterguts Gose GmbH
Saxony-Anhalt Hasseröder Fürstenbräu Granat
Metbrauerei Striewski Honig-Met Fruchtig & Lieblich
Thuringia Wöllnitzer Weißbier Gasthausbrauerei Talschänke

Die komplette Liste gibt es hier: http://www.ratebeer.com/RateBeerBest/BestBeers-State2014.asp

Über die Liste der besten Biere / Brauereien kann man m.E. in vielen Fällen streiten. Der Einbecker Winterbock ist das beste Bier aus Niedersachsen … armes “Lower Saxony”. Da ist noch Luft nach oben drin.

Lesestoff: “Bier für alle” in der neuesten Ausgabe von BEEF!

2014-01-15 12.42.04 2014-01-15 12.41.53 2014-01-15 12.41.44 2014-01-15 12.41.37 2014-01-15 12.41.16 2014-01-15 12.41.06

2014-01-15 12.40.32 2014-01-15 12.40.40 2014-01-15 12.40.43 2014-01-15 12.40.48Sehr viel Lesestoff findet sich in der brandneuen Ausgabe des “Männer-Food-Magazins” BEEF!. In einer 16-seitigen zeitungsartigen Beilage geht es u.a. um den “wunderbaren Trend der Micro-Biere”, um das “nervige Deutsche Reinheitsgebot” und es gibt ausführliche Tipps zum Hausbrauen.

Besonders gut gefällt mir, daß viele der “Deutschen Craftbier-Vorreiter” wie Fritzale, Braukunst-Keller, Schoppebräu, Hopfenstopfer, etc. vorkommen. Aber auch Craftbier aus Europa (Mikkeller, Brewdog, De Molen, …) wird vorgestellt. Und das man der Versuchung widerstehen konnte, irgendeinen intern. Braumulti als Sponsor für die Beilage zu gewinnen finde ich besonders lobenswert.

Spannend für Neueinsteiger: Es gibt eine recht ausführliche Anleitung zum “selber Bier brauen” samt Rezepten z.B. von Johannes Heidenpeter, Oliver Wesseloh und Hubert Hanghofer.

Prädikat: Die 9,80 € für die Zeitschrift sind gut investiert.

Edit:  Nachdem mich Felix von http://www.lieblingsbier.de/ via Facebook daran erinnert hat, auch hier der Nachtrag: BEEF! berichtet regelmäßig / zumindest einmal im Jahr recht ausführlich und fundiert über das Thema Bier. Ganz konkret sah das so aus: In der Ausgabe 2/2011 gab es ein 16-seitiges “Dossier” mit dem Titel “Der kleine Bierfreund” (inkl. Interview mit “Dr. Bier” aka. M. Rauschmann…) und in der 2/2012 hieß es dann auf zumindest 5 Seiten: “Luxus im Bierglas. 30 Euro pro Flasche: Sind die neuen Biere das wert?” Dabei wurden zwanzig Biere ausführlich vorgestellt … davon waren sage und schreibe 10 aus dem Braufactum-Kühlschrank-Sortiment.

Dazwischen – also in den anderen Ausgaben von BEEF! – gab es aber häufiger auch nicht ganz so fundierte Sachen wie Promotions für Duckstein und / oder Franziskaner. 

Tasting: Feuchter Traum (Wet Hop Pale Ale) von der Kreativbrauerei Kehrwieder

Nach dem bereits vorgestellten “Paragraph 14” von Camba (https://bierausbayern.wordpress.com/2013/11/08/tasting-paragraph-14-new-hop-pils-von-der-camba-bavaria/heute im Test: Das nächste Grünhopfen- oder Frischhopfenbier. Diesmal ein Pale Ale von der Kehrwieder Brauerei aus Hamburg. Allerdings ist das (noch?) eine sogenannte Kuckucksbrauerei. Denn gebraut wurde das Bier in der Brauerei Nittenau. 

Mehr zum Bier findet man hier: http://www.kreativbrauerei.de/Was/Kehrwieder-Bier/detail/178/Feuchter-Traum.html

Dort schreibt die Brauerei über ihr Bier:

… ein Jahrgangsbier, für das wir am 10.September 2013 bei Josef Huber in Oberwangenbach/Hallertau frischen Hopfen geerntet, haben damit unser Auto bis unters Dach beladen, sind direkt zu unseren Freunden ins Brauhaus Nittenau gefahren und haben ohne jede Behandlung oder Trocknung mit dem Brauen begonnen. Vom Feld bis in die Sudpfanne sind keine acht Stunden vergangen … war unsere erste Namensidee und dann kam die Künstlerin Katja Marx (farbflasher.de) mit einem besonderen Geschenk zu Ollis Geburtstag -die Biergöttin Ninkasi auf Schiefer gemalt – und alles passte zusammen das Bier, der Name, das Bild … ist ein limitiertes Kreativbier, das es vor der Hopfenernte 2014 nicht wieder geben wird.

Zur Herstellungs-Brauerei geht es übrigens hier lang: http://www.nittenauer-bier.de/

Die Flasche ist auf dem vorderen Etikett mit einem Motiv der Biergöttin Ninkasi gestaltet (siehe oben). Ungewöhnlich aber gut gelungen. Das Etikett auf der Rückseite ist sehr informativ und ausführlich.

Das Bier kommt in einer 0,33 l Flasche auf den Markt, hat 5,6 % vol. alc und 40 IBUs. Okay für ein Pale Ale würde ich sagen.

Optik: Dunkles Gold, opalisierend und mit relativ kurz haltbarem, cremigem Schaum. Der Schaum haftet gut am Glas.

Aroma: Der frische deutsche Cascade-Hopfen kommt hier voll zum Tragen. Sehr viel Citrusfrüchte, etwas Fichte / Tanne / Pinie und etwas Getreide.

Rezenz: Soft / Angenehm

Antrunk: Mild und weich, schlank, frisch, sortentypisch, fruchtig.

Nachtrunk: Ausgewogen, rund, feinbitter, insgesamt harmonisch.

Mein Prädikat: Gutes Cascade-betontes Grünhopfen Pale Ale. Gibt es wohl erst Ende 2014 wieder.