Tasting: green MONKey Polaris von der Klosterbrauerei Weissenohe

Ein ganz neues und ungewöhnliches (Craft-)Bier aus Franken: Ein Pale Ale (?) das mit Polaris-Hopfen gebraut / gewürzt wurde. Nur vier Wochen haltbar – also Craftbeer oder Small batch beer im wahren Wortsinn. 2014-02-27 19.02.57 2014-02-27 19.02.19

Das grüne Etikett zeigt – na klar – einen Mönch mit Stab an dem eine Hopfendolde hängt und einen daran rumturnenden Affen. Ansonsten verrät das Etikett nur den Alkoholgehalt (5,8 % vol.) und die Stammwürze von 13,4 P. Und das es Bioland-Zertifiziert ist. Über den Hopfen wird nur der Name verraten – keine Info über weitere Hopfensorten, Hopfenstopfung, etc. Schade. Die Beschriftung “Drei Hopfen – Ein Bier” spricht aber für einen Sud der mit drei verschiedenen Hopfensorten (Mandarina, Polaris und Hersbrucker) gestopft wurde. Abgefüllt (insb. für die Braukunst Live 2014 !?) wurde das Bier in 0,5 l Bügelverschluss-Flaschen.

Im Glas ist das Bier golden, opal / leicht und gleichmäßig trüb und es hat eine stabile, cremige, weiße Schaumkrone die gut am Glasrand haftet.

Aroma: Jede Menge Citrus, Fichte, Fruchtig, krautiger Hopfen, Gras, etwas Getreide. Nur ein Hauch vom Polaris-typischen “Gletschereisbonbon”-Aroma.

Rezenz: Soft und nur ganz leicht frisch-perlend.

Antrunk: weich, rund, vollmundig, betont frisch, Sortentypisch

Nachtrunk: rund, trocken, feinbitter, kühl

Mein Prädikat: So wie erwartet kommt der Polaris-Hopfen am Anfang nicht “rüber”. Aber später ist das (gute!) Bier frisch und hat einen schönen kühlen Nachklang. Aber so ganz hat mich das “Polaris-Experiment” von und mit dem grünen Mönch noch nicht überzeugt.

Aber es gibt ja auch noch die Hersbrucker- und die Mandarina-Edition von der Klosterbrauerei Weissenohe.

 

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Tasting: Paulaner Salvator

Paulaner SalvatorDas Starkbier. Mehr braucht man eigentlich nicht dazu zu schreiben.

Das sagt die Brauerei (http://www.paulaner-brauerei.de) selbst über ihr Bier:

Der Paulaner Salvator mit dem kräftigen, typisch malzigen Geschmack ist sozusagen das Ur-Paulaner. Das untergärige Doppelbock-Bier vereint feinsten Hopfen und dunkles Gerstenmalz. Den Paulaner Mönchen diente der Salvator in der Fastenzeit als Nahrungsersatz. Berühmtester Braumeister war Frater Barnabas, der ab 1773 die Paulaner Klosterbrauerei leitete. Seine ursprüngliche Rezeptur ist bis heute so gut wie nicht verändert worden. Um das Original zu schützen, ließ Paulaner 1896 die Warenbezeichnung „Salvator” beim Patentamt eintragen.

Salvator stammt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet “der Retter, Erlöser”. Das passt ganz gut zu diesem Doppelbock mit 7,9% vol. alc. Der Genuss des Bieres erlöst einen nämlich angeblich auch von jeglichen Alltagssorgen.

Optik: Rotbraune / Kastanienbraune Farbe, brauner, feinporiger / cremiger / sahniger Schaum. Erinnert fast an einen Cappuccino. Der Schaum haftet nicht am Glas und fällt rasch zusammen.

Aroma: Malzaromatisch, süß, Alkohol-haltig, Hopfen: Fehlanzeige.

Rezenz: leicht prickelnd, nicht zu soft und nicht zu perlend. Genau richtig.

Antrunk: Süßlich, würzeartig, malzaromatisch und sortentypisch.

Nachtrunk: Klebrig-süß (“sticky”), malzig, vollmundig / full-bodied, rund und kräftig-betont.

 

Mein Prädikat: Das flüssige und alkoholhaltige Malzbonbon unter den Bieren.