Tasting: C.W. Hefe-Weissbier von der Brauerei Carl Wittmann, Landshut

Nach dem Märzen-Bier (https://bierausbayern.wordpress.com/2013/06/29/tasting-wittmann-landshuter-hochzeits-marzen/) jetzt ein Tasting vom Hefeweissbier der Landshuter Brauerei C. Wittmann.

C. W. Hefe-Weissbier Wittmann

Das schreibt die Brauerei über ihr Bier:

Naturtrüb und spritzig!

Unfiltriert mit feiner Hefe: die naturtrübe Spezialität ein spritziger Vertreter der über hundertjähigen Weißbier-Tradition.

Stammwürze 12,5 %
Alkoholgehalt 5,3 % vol.

Naja das ist jetzt nichts wirklich Neues / Ungewöhnliches / Besonderes in Sachen Weizen. Mehr über die Brauerei findet man übrigens hier: http://www.brauerei-wittmann.de

Die Gestaltung des Etiketts ist zumindest leicht ungewöhnlich. Nicht alltäglich für ein niederbayerisches Weissbier. Über die Zutaten wird nicht viel verraten… zumindest wird dokumentiert das Hopfenextrakt eingesetzt wird.

Im Glas ist das Bier goldgelb, gleichmäßig hefetrüb, es hat eine weiße Schaumkrone die gut am Glas haftet. Alles OK würde ich sagen.

Aroma: Sortentypisch, teigig-hefig, malzaromatisch-getreidig, Hefeweißbier-typische Fruchtnoten (etwas Banane)

Rezenz: Angenehm – soft.

Antrunk: abgerundet, weich, vollmundig, sortentypisch, malzaromatisch

Nachtrunk: ganz leicht feinbitter, ausgewogen, rund, harmonisch

Mein Prädikat: Gut gelungenes, süffiges Hefe-Weissbier aus Niederbayern.

 

 

Tasting: Brauerei Plank (Laaber) Hefeweizen

Plank_Laaber_hefeweizen

Das heutige Tasting stellt das Hefeweizen von einer weniger bekannten Brauerei vor. Ein Geheimtipp ist das Bier aber nicht, hat doch alleine dieses Hefeweizen schon zwei silberne und einen goldenen Award beim World Beer Cup gewonnen. Wir reden also nicht über irgendwelche DLG-Schnullibulli-Medaillen sondern über richtige Wettbewerbe (mit allen Vor- und Nachteilen). Und auch die anderen Biere von der Brauerei Michael Plank können sich sehen und schmecken lassen. So hat zum Beispiel der Helle Weizenbock sage und schreibe 5 x Gold beim World Beer Cup geholt. R-e-s-p-e-k-t.

Mehr zu den Bieren und zur Brauerei findet man hier: http://www.brauerei-plank.de/

Das Bier kommt in der “klassischen” etwas bauchigen Euro-Flasche daher. Beim Etikett konnte man sich scheinbar nicht so ganz zwischen Tradition und Moderne entscheiden. Dafür wird auf dem Rücken-Etikett relativ viel über das Bier erzählt.

Geschmacklich ist das Bier betont frisch und v.a. fruchtig. Sehr viel bananiger Ester und Südfrüchte. Ansonsten dominiert die Süße und nicht das Malz oder die Hefigkeit. Etwas mehr Rezenz ( http://www.braukultur-franken.de/kompendium/r/rezenz/rezenz.html ) sprich Bizzeln, wäre gut, denn das Bier wirkt nach einigen Minuten zwar nicht schal, aber doch etwas “flach”.

Prädikat: Hidden Champion (http://de.wikipedia.org/wiki/Hidden_Champions) aus der Oberpfalz.

Tasting: Bräuhaus Weiße von der 1. Freisinger Gasthaus Brauerei

Die Brauerei ist in Freising was die Mengen angeht klar abgeschlagen auf Platz 3. Hinter dem Hofbräuhaus / Huber und hinter Weihenstephaner. Aber mit immerhin zehn verschieden Bierspezialitäten (davon natürlich viele Saisonbiere die nur befristet im Ausschank / Verkauf sind) muss man sich nicht hinter den beiden “Platzhirschen” verstecken. Im Web zu finden ist die Brauerei unter http://www.brauhaus-freising.de/   Leider findet man dort so gut wie keine Informationen über die produzierten Biere. Auch wenn es sich um eine Gasthaus-Brauerei handelt: Nur die Wochenkarte zu publizieren ist m.E. zu wenig. Schade.

Das helle Weißbier gibt es natürlich das ganze Jahr über. Und geschmacklich muss es sich nicht hinter den beiden Großen verstecken.

Optik: Das Flaschenetikett ist leider unfassbar langweilig. Vorne “Bräuhaus Weiße  Naturtrüb”. Mehr nicht. Auf dem Rücken: Auch nur allgemeines Blabla. Schade. Im Glas schöner gold-orangefarbener Auftritt mit haltbarer weißer Schaumkrone.

Aroma & Geschmack sind Hefeweißbiertypisch: Getreide & Brot, Banane und Gewürznelke, eine leichte Fruchtigkeit und ein dezent säuerlicher Nachgeschmack. Alles in allem sehr gut gelungen. Das Mundgefühl ist cremig und nicht zu bizzelig aber auch nicht zu soft.

Prädikat: Tolle leider unbekannte Weißbierperle aus Freising.

Tasting: Sierra Nevada Kellerweis Hefeweizen

Ein typisch bayerisches Bier…gebraut in Chico, Kalifornien.

Von der Sierra Nevada Brewing Company. Die sind bei Ratebeer.com mit rund 200 (in Worten Zweihundert) Bieren “am Start”. Ein Albtraum für jeden Kontroller in einer deutschen Großbrauerei.

Einige von ihren Bieren haben bei Ratebeer weit über 1.000 Ratings. Manche über 3.000. Von Nischenbieren kann man da nicht mehr sprechen. Das erreichen selbst weltweit bekannte deutsche Bier-Ikonen nicht oder nur in seltenen Fällen. Die Frage ist nur: Spricht das auch für die Qualität? Immerhin kriegt das Kellerweis eine Durchschnittsnote von 3,59 – genau wie das Paulaner Hefe-Weissbier. Und nur etwas weniger als das Weihenstephaner Hefe-Weissbier mit 3,8. Und sogar eine bessere Note als die Schneider Weisse Original / Tap 7 mit einer Durchschnittsnote von 3,57.

Die Flasche ist Sierra Nevada-typisch, vielleicht etwas zu verspielt. Viel wird über das Bier nicht verraten…zumindest im Detail.

Im Glas ist das Bier goldfarben-orange, typisch hefetrüb und leider mit einer schnell verschwundenen weißen Krone versehen.

Aroma: Wenig fruchtig, leicht karamellig, brot- und getreide-Malz-Töne sind deutlich da. Die Hefe hält sich sehr im Hintergrund. Es gibt leider nur einen Hauch von Frucht / Banane / Nelke. Relativ trocken und ohne großen Nachgeschmack. Aufgrund der geringen Karbonisierung aber gut ausgewogen und bekömmlich. Sehr mild.

Verglichen mit den o.g. Weissbier-Ikonen ist das Ganze – besonders wenn man die Vorschusslorbeeren via Ratebeer-Note berücksichtigt – eine kleine Enttäuschung.

Prädikat: Kalifornische Saupreißn sans scho …

Tasting Berghammer Weizenbier (Brauerei Berghammer in Obernbach)

Eine Bügelverschlussflasche mit einem Etikett das mit Oldschool sicher zutreffend beschrieben ist. Das #Hefeweizen von der Brauerei Berghammer ist ein guter Vertreter der Weissbierzunft. Typische Bananen- und Nelkenaromen, teigiger Hefeduft, hefetrüber orangefarbener Auftritt im Glas. Überaus lecker. Cremiger und relativ bizzeliger Geschmack. Körper: Mittelkräftig. Feiner unaufdringlicher Nachgeschmack.

Ein Weizenbier so wie es sein und schmecken soll.