Lesestoff: Test / Stiftung Warentest über Bier und Craftbeer

Lesestoff aus dem neuesten Heft der Stiftung Warentest:  http://www.test.de/Bier-Bock-auf-Hopfenstopfen-4708759-0/ 

Lesestoff: Craftbeer Test & Tasting in der neuesten Ausgabe von Falstaff

Getestet und nach dem (vom Wein bekannten) 100-Punkte-Schema bewertet wurde diesmal Craftbier aus Deutschland. Etwas irritierend ist das ein Lager, drei IPA, zwei Pale Ale und ein Weizenbock miteinander verglichen oder zumindest gemeinsam bewertet wurden. Irritierend deshalb weil es von den Brauereien, die nicht mit einem IPA im Test vertreten waren in den meisten Fällen durchaus auch IPAs gibt. So bleibt ein bisschen der Eindruck das – auch wenn man wohl die Bandbreite der deutschen Craftbier-Szene zeigen wollte – hier die sprichwörtlichen Äpfel mit Birnen verglichen wurden…!? Denn womöglich ist der Weizenbock von Maisel & Friends (mit 91 Punkten auf Rang 5 in dem Tasting) in seiner Kategorie das bessere Bier?

Die genaue Rangfolge des Tastings:

Prototyp von Kehrwieder mit 97 Punkten

Drunken Sailor von Crew Republic mit 95 Punkten

Tangerine Dream von Bitburger / Craft-Werk mit 93 P.

Mandarina IPA vom Braukunstkeller mit 92 P.

Jeff’s Bavarian Ale von Maisel & Friends mit 91 P.

Simco3 von Riegele mit 91 P.

Citra Ale von Hopfenstopfer mit “nur” 89 P.

Diesmal schreibt übrigens Peter Eichhorn diese regelm. Kolumne zum Thema Bier in der (deutschen Ausgabe) der Zeitschrift Falstaff. Und nicht wie in der Vergangenheit “Bierpapst” Conrad Seidl. Ob das ein genereller Wechsel ist, ist mir nicht bekannt. 2014-04-10 17.00.03 2014-04-10 17.02.04 2014-04-10 17.01.25 20140324_150150 20140324_150207 20140324_150038

Veranstaltungshinweis: Münchner Bierinseln am 26. Juli 2014

Um das Thema Craftbier / Craftbeer in der bayer. Landeshauptstadt voran zu bringen, findet – Achtung neuer Termin ! – jetzt am 26. Juli 2014 erstmals der Münchner Bierinseln Event statt. Mehr hier:

http://www.bierinseln.de

https://www.facebook.com/muenchnerbierinseln

Für den Bereich Wein / Weinhandel gibt es diesen Event bereits:   http://muenchner-weininseln.de/hintergrund.html   Schön das man das dieses Format jetzt auf den Bereich (Craft-) Bier ausdehnt.

 

Tasting: Craft No. 166 IPA vom Darmstädter Bräustübl

Schreibt sich wirklich so: “Bräustüb’l“. Für bayerische Augen bzw. Ohren würde ich sagen: Ich kaufe ein E und ein R damit es ein gscheids Bräustüberl wird. Und damit ist auch schon etwas von meiner Bewertung vorweg genommen…

Das Bier hat 6,7 % vol. alc und kommt in schlanken 0,33 l Flaschen auf den Markt. Das Etikett ziert vorne groß die Zahl 166 (welche sich auf die 166-jährige Brautradition bezieht) und eine Art stilisierter IPA-Style Stempel. Was das wohl soll…

Selbst schreibt die Brauerei über das Bier auf dem Rückenetikett: 

Aus der Erfahrung von mittlerweile 166 Jahren und der unbedingten Leidenschaft unserer Braumeister für handwerklich gebrautes Bier, entstand die Idee für diese besonders außergewöhnliche Spezialität: ein kupfern leuchtendes India Pale Ale, das durch die Beigabe von Mandarina Bavaria Hopfen im Kalthopfungsverfahren zu einem intensiven Geschmackserlebnis mit fein-fruchtigem Zitrusaroma reift. 

Besonders außergewöhnlich … Naja das erscheint mir angesichts der relativ großen Zahl von IPAs auf dem Markt dann etwas arg hoch gegriffen.

Im Glas ist das Bier aber in der Tat Kupferfarben, gleichmäßig trüb und hat wenig beigen Schaum der nicht am Glas haftet und schnell verschwindet. Gibt also schon mal Abzüge in der “Optik-Note”. 

Das Aroma ist klebrig-süß und Alkoholbetont. Etwas Karamell- und Malz- bzw. Würzearomen kommen noch hinzu. Sowie Hopfen-/Sortenbedingt etwas Fichte / Kiefer und Citrus. 

Rezenz: Soft & angenehm, ganz leicht perlend. 

Antrunk: Auch hier klebrig-süß, relativ schwer, malzaromatisch, würzeartig, schwer. Gerade noch sortentypisch würde ich sagen. 

Nachtrunk: kräftig betont, relativ rund, immer noch malzig-süßlich-klebrig. 

Mein Prädikat: Sorry Darmstadt, aber das ist für mich klar das bisher schlechteste IPA aus Deutschland. Da müsst ihr an der Rezeptur und am Brauprozess noch ganz fleißig arbeiten. Das schmeckt a bisserl wie ein schlechtes Bockbier mit zu viel Hopfen. Wenn überhaupt. 

 

Tasting: Pale Ale von der Regensburger Spital Manufaktur

Ein Pale Ale von der “Ältesten Brauerei der Stadt Regensburg – seit 1226”. Wenn sogar dort schon mit Pale Ale experimentiert wird, dann ist die Craft-Bier Bewegung schon weit gekommen denke ich. Zumindest was die Adaption von neuen Bierstilen angeht.

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Mehr zur Brauerei findet man hier: http://www.spital.de/brauerei/

Erste Bewertungen des noch recht neuen Bieres findet man hier: http://www.ratebeer.com/beer/spital-manufaktur-pale-ale/243599/

Das Bier kommt in einer 0,33 l Flasche auf den Markt und hat 6,5 % vol. alc.

Im Glas ist das Bier orange-bernsteinfarben, gleichmäßig hefetrüb und hat einen gut haltbaren, beige-weißen Schaum der gut am Glas haftet.

Das Aroma ist Getreide, Citrus, Fichte / Pinie, etwas Kräuter-Hopfen. Ein leichter “Fehlton” von nasser Kleidung gesellt sich (leider) hinzu.

Rezenz ist soft-leicht perlend.

Antrunk: schlank, abgerundet, vollmundig, frisch, sortentypisch.

Nachtrunk: rund, feinbitter, fruchtig, relativ harmonisch.

Mein Prädikat: Ordentlich gelungenes Pale Ale mit guter, frischer Note. Leider (noch) nicht der ganz große Wurf.

Noch mehr Lesestoff: The Weekender stellt die Berliner Vagabund-Brauerei vor

Was ist denn bitteschön “The Weekender” ? Das sagen sie selbst über ihr Heft:

THE WEEKENDER ist ein unabhängiges Magazin zu den Themen Wohnen, Reisen, Essen und Natur. Es erscheint alle drei Monate – die aktuelle 12. Ausgabe ist unsere Frühjahrsausgabe und seit Mitte Februar 2014 bundesweit erhältlich. Im Bahnhofsbuchhandel, gut sortierten Kiosken und im Abonnement.

Wirkt ein bisschen wie ein Hipster-Magazin und kommt irritierender-weise nicht aus Berlin, sondern aus Köln. 😉

Im neuesten Heft wird auf 11 Seiten die VAGABUND Brauerei aus Berlin-Wedding vorgestellt. Dahinter stecken drei Amerikaner, die nicht nur eine Craft-Brewery betreiben, sondern auch eine eigene Kneipe mit “120 unterschiedlichen Sorten Bier” im Sortiment. Gegründet haben die drei übrigens mit 21.295 Euro die sie über eine Crowdfunding-Plattform für ihr Bierprojekt eingesammelt haben.

Mehr hier (https://www.the-weekender.com/ ) und im Heft am Kiosk:

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Tasting: XPA / X-Berg Pale Ale von Schoppe Bräu, Berlin

Wohl eines der bekanntesten Craftbiere aus Berlin. Zumindest von einer der bekanntesten Craft-Bier-Brauereien in der Hauptstadt. Dahinter steht der Dipl-Ing. Brauwesen Thorsten Schoppe. Mehr zur Brauerei und ihren Bieren findet man hier: http://www.schoppebraeu.de/wir-ueber-uns.html

Das Bier kommt in einer bauchigen 0,33 l Flasche auf den Markt, das Etikett ist betont reduziert gestaltet und verzeichnet nur die notwendigen Angaben (7,0 % vol. alc.). Leider gibt es auf der Flasche keine detaillierten Infos zu den verwendeten Zutaten. Auf der o.g. Website findet man dann zumindest die verwendeten Hopfensorten: Cascade, Simcoe, Amarillo. Und die IBU / Bittereinheiten: 70 BE.

Bei ratebeer.com hat das Bier recht gute Bewertungen erhalten: http://www.ratebeer.com/beer/schoppe-xpa/166757/

Im Glas ist das Bier bernsteinfarben, gleichmäßig trüb und es hat einen cremigen, beigen, gut haltbaren Schaum der sehr gut am Glasrand haftet.

Aroma: Betont süßlich-fruchtig, citrus, etwas Fichte, sehr viel blumige Aromen. Etwas malzaromatische Süße kommt hinzu.

Rezenz: weich-soft-angenehm

Antrunk: schlank, vollmundig, malzaromatisch, weich, sortentypisch, leicht würzeartig

Nachtrunk: rund, feinbitter, harmonisch, immer noch recht fruchtig-süß.

Mein Prädikat: Sehr gutes Kreuzberg-Pale-Ale. Betont fruchtig-süß. Für meinen Geschmack leider etwas zu süßlich um in meinem Ranking ganz nach oben zu kommen. Aber ganz sicher eines der besten Biere aus Berlin.