Tasting: Wolferstetter Dunkles Weizen

Nach dem Ausflug nach Hawaii jetzt wieder was deftig klassisches aus Bayern: Ein Dunkelweizen aus Vilshofen.

Der Biershop-Bayern schreibt dazu: >>>Ein dunkles Exportweizenbier mit dem süffigen malzigen Aroma eines dunklen Bieres. Die klassische Flaschengärung und die lange Reifung vervollständigen den Geschmack dieses dunklen Weizenbieres.

Stammwürze 12 %  /   alc. 5,5 % vol.
Vilshofen und Schärding, Traunstein und Erding, im Bayerland der Orte Vier, wo man trinkt das beste Bier
Dieser über 200 Jahre alte Spruch kündet vom stets erfolgreichen Braugewerbe in Vilshofen. <<<

Wer mehr über die Brauerei und ihre Biere erfahren möchte … sollte zumindest die Website des Herstellers (http://www.wolferstetter-brauerei.de/) meiden. Das ganze ist nämlich leider garnix.

Zur Optik: Klassische 0,5 l NRW-Flasche mit biederem Etikett. Informationsgehalt: Gering. Zumindest das Abzeichen vom “Goldenden DLG-Preis 2012” ist mit dabei. Aber was ich von den Prämierungen halte, wissen regelmäßige Leser des Blogs ja bereits. 

Das Bier selbst ist rot-braun und hefetrüb. Der Schaum ist feinporig und hält sehr lang. Optisch also schon mal gut gelungen. 

Geschmack und Aroma: Sehr malzig mit deutlicher Frucht / leichter Bananen-Note. Auch Karamell kommt im Geschmack deutlich vor. Nicht zu viel bizzelgefühl. Sehr ausgewogen und bekömmlich. Einfach ein leckeres vollmundiges und durchaus kräftigeres Weissbier.

Prädikat: Vermutlich nicht das Beste Bier im Bayerland…aber ein ordentliches niederbayerisches Dunkelweizen.

Der Bayr. Rundfunk (TV) zum Thema Weihnachtsbier

Video

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/abendschau-der-sueden/bier-weihnachten-weihnachtsbier-100.html

“Sind Sie schon Weihnachtsstimmung? Manche Menschen bekommen ja die entsprechenden Gefühle, wenns schneit, oder wenn sie an einem schönen warem Kaminfeuer sitzen. Oder sie runden die Adventsabende ab – mit einem Weihnachtsbier.”
Klingt gut. Leider ist der Beitrag m.E. nur eine hübsche PR für Biershop Bayern … offenbar finanziert mit den bei mir einkassierten GEZ-Gebühren.
Von ausgewogener Information in dem Beitrag ganz zu schweigen. Denn wenn man dem treuherzigen Beitrag glauben darf, darf ins Bier kein Weihnachts- oder sonstwas-Gewürz aber im Glühwein wird der ungestraft der letzte Rotz verklappt. Da verstecken sich – bei allem Verständnis für Traditionspflege – mutlose Brauereien hinter dem Reinheitsgebot.