Weihnachtsbier reloaded: Gauloise Christmas

0,33 l Flasche

Betont – unfassbar betont – süß. Eine Weihnachtsbombe.

Na gut die Belgier dürfen halt Sachen machen…. da schützt uns das (R)Einheitsgebot davor.

Rotbraune Farbe, klar und mit viel dunkel-beigem Schaum.

In der Nase betörend süß und mit sehr viel Karamell.

Sehr viel Süßigkeiten im Gaumen plus etwas Getreide. Immer noch sehr sehr süß. Eine süße Aromenbombe.

Fazit: Noch mehr Süße in einem Bier geht kaum.

Tasting: Wampenbräu Centalaxy IPA

Ganz neu auf dem Markt ist das Wampenbräu Centalaxy IPA. Gefunden bei www.biervana.eu in München.

Das sagt das Wampenbräu Team selbst über sein Bier: >> IPA auf boarisch. Das obergärige Starkbier hat im Geruch eine frische, intensiv-fruchtige Hopfennote die an einen Obstkorb voller exotischer Früchte erinnert. Dabei dominiert vor allem der Geruch reifer Maracujas und zusammen mit Erdbeeren und Mangos den Ersteindruck.

Ein starkes, jedoch nicht zu süßes Malzbett bildet die Basis für den vollen Körper des Bieres. Es dominieren fruchtige Hopfenaromen von dunklen Beeren und exotischen Früchten zusammen mit einer knackigen aber gut balancierter Herbe. Im Trinkverlauf mischt sich ein Hauch Honig unter die fruchtig-herbe Mischung und rundet das Starkbier weich ab.<<

Technische Details:  

Stil: India Pale Ale   –    Hopfen: Centennial, Galaxy   –   IBU: 64   –   Stammwürze: 17,2%   –   Alkoholgehalt: 7,5% vol

Im Glas zeigt sich ein bernstein-/kupferfarbenes Bier das bemerkenswert klar ist. Der kurz vorhandene weiße Schaum verschwindet leider sehr schnell.

Das Aroma ist betont fruchtig mit sehr viel Zitrusnoten, etwas Maracuja und einem Hauch von Getreide und Malz. Die von der Brauerei genannten Erdbeernoten kann ich leider nicht entdecken. Aber jeder Gaumen und jeden Nase empfindet das ja am Ende doch individuell.

Der Antrunk ist frisch, weich und gut abgerundet. Ein gefährlich gut süffiges Bier.

Die Rezenz ist angenehm / soft und könnte m.E. etwas mehr Kohlensäure durchaus vertragen.

Der Nachtrunk (“Abgang”) ist rund, leicht trocken und feinbitter.

Mein Prädikat: Ein süffiges und dennoch gut bitteres IPA vom Wampenbräu Team. Kommt jetzt öfters in mein Glas.

BrewBaker Mein Helles

Lesestoff zu BrewBaker Bier aus Berlin

Bierzeit

IMG_0003Nach der sehr erfrischenden Berliner Weisse, habe ich heute das zweite Bier von BrewBaker aus Berlin. Seit 2005 braut Michael Schwab in seiner kleinen Brauerei verschiedene Biere und gilt als einer der innovativsten Braumeister Berlins. Die Biere werden im Zuge des Brauvorgangs nicht filtriert, stabilisiert oder thermisch haltbar gemacht und werden handwerklich hergestellt. Ich freue mich jetzt auf ein klassisches deutsches Helles. Prost!

Ein bernsteinfarbenes, leicht opales Bier mit einer cremigen, stabilen Schaumkrone. Im Geschmack fruchtig (Zitrus) und malzaromatisch. Der Antrunk ist zu spritzig und frisch. Der Körper ist spritzig und ausgewogen. Eine gut eingebundene Bittere begleitet in den fruchtigen, leicht säuerlichen Abgang.

Fazit:
Geschmacklich gut, aber zuviel Kohlensäure!

Bittereinheiten: 25 IBU
Alkoholgehalt: 4,8%
Brauerei: BrewBaker

Bewertung:
8d768-3star

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Tasting: Dunkle Materie (Black IPA) von Brew Age aus Wien

Okay okay das Bier kommt eigentlich von der Brauerei Gusswerk aus Salzburg. Aber hey das Bier ist ein “Homerun” in Sachen Craft Beer. Aber die Brauerei / Braufirma sitzt in Wien. 

Auch wenn ich zugeben muss: Ich bin ein Black IPA Fan. Dieser Bierstil hat es mir angetan. Und ich weiß das es ein Stil ist, der nicht jedem Biertrinker zusagt: Das Bier hat den WOW Faktor. 

Das Bier kommt in einer 0,33 l Flasche daher, das Etikett ist pechschwarz und mit etwas Mühe (es ist meinem Alter geschuldet) kann man darauf die Buchstaben “Dunkle Materie” entziffern. Das Bier hat 6,9% Alk. vol. und ist mit Amarillo, Cascade und Columbus Hofen gehopft. Beim Malz kommen Pilsner Malz, Münchner Malz und Röstmalz zum Einsatz – so weit so unspektakulär. Es hat ab Werk 65 IBU und 100 EBC … noch dunkler wird es also nicht. 

Im Glas hat das Bier eine schöne dunkelbraune bis schwarze Farbe, es ist trüb und hat einen gut haltbaren / cremigen brauenen Schaum. 

Aroma: Röstig, Kaffee-artig, dezent schokoladig, etwas Getreide. Plus Citrus und Fichte. 

Der Antrunk ist relativ frisch und trotzdem vollmundig. 

Der Abgang ist voll und schwer und wird durch die Citrusnoten fabelhaft ergänzt. 

Mein Prädikat: Ein nahezu perfektes Black IPA aus Österreich. Stout Beer meets IPA sozusagen…

 

Dosenbier-Tasting: Snake Dog IPA von der Flying Dog Brewery

Das erste Dosenbier das hier auf der Seite vorgestellt wird. Und da darf es nix von der Tankstelle sein. Sondern ein India Pale Ale von Flying Dog – gefunden bei  www.biervana.eu

Das Bier gibt es in Deutschland schon länger in 0,355 l Flaschen. Aber erst seit wenigen Tagen in Dosen. Und das gleich vorweg: Der geschmackliche Unterschied zwischen Flaschenware und Dosenware ist beeindruckend. Das Dosenbier übersteht die Reise über den Atlantik offenbar besser. Es wirkt und riecht und schmeckt deutlich frischer, kantiger, einfach besser.

Aroma: Sehr viel Nadelholz / Pinie / Fichte. Etwas citrus, etwas (über-)reife Früchte. Ein Hauch Karamell.

Optik: Helles Bernstein, sehr klar, weißer Schaum der rasch verschwindet.

Antrunk: Ein bittersüßes Gedicht von einem Bier. Sehr gut ausbalanciert. Ist schon beeindruckend wie die US-Jungs das hinkriegen.

Rezenz: Angenehm / Soft / wenig Kohlensäure.

Nachtrunk: trocken, rund, feinbitter, harmonisch. Immer noch fruchtig.

Mein Prädikat: Beeindruckendes IPA das aus der Dose noch besser ist als in Flaschen – zumindest wenn es über den großen Teich geliefert wird.

 

Snake Dog IPA Dosenbier 2014-07-21 19.04.18 2014-07-21 19.04.13 2014-07-21 19.04.06

Tasting: Yeti Bayerisch Pale Ale von der Brauwerkstatt Haag / Amper

Die kleine Brauerei haben ich via SZ-Artikel ja schon mal vorgestellt: https://bierausbayern.wordpress.com/2013/11/26/lesestoff-portrait-der-brauwerkstatt-aus-haag-an-der-amper/

Jetzt also das erste Tasting von dieser Mini-Brauerei. Das Yeti Bayerisch Pale Ale in der “handlichen” 1,0 Liter Bügelverschluss-Flasche. Auf dem Etikett erfährt man sehr wenig über das Bier. Keine Angaben zu Hopfen- oder Malzsorten, sogar eine Mengenangabe habe ich vergeblich gesucht. Zumindest eine Haltbarkeitsdatum gibt es. Und natürlich ziert das Etikett ein Yeti / Bigfoot / Riesengorilla. Aber bei dem Biernamen ist das ja auch naheliegend.

Das Bier hat 5,8% vol. alc. und zeigt sich im Glas orange-bernsteinfarben, relativ klar / leicht opal und hat eine minimale weiße Schaumkrone.

Das Aroma ist sehr betörend: Sehr viel Frucht (Citrus, Südfrucht), etwas Pinie / Fichte und einen Hauch von Gras und Kräutern. Tiptop würde ich sagen.

Im Gaumen hält das Bier nicht ein, was der erste Nasen-Eindruck versprochen hat. Für ein Pale Ale ist es einfach zu bitter / metallisch-bitter geraten. Der Antrunk ist frisch und sortentypisch geraten. Die Rezenz ist frisch – angenehm. Der Nachtrunk ist sehr bitter dominierend und m.E. zu herb. Etwas unausgewogen insgesamt.

Mein Prädikat: Für eine Kleinstbrauerei ein ordentliches Pale Ale. Aber es ist noch “Luft nach oben” in Sachen Trink-Qualität.

 

Tasting: Pale Ale – Köstritzer Meisterwerke

Ein hübsches Etikett hat die Flasche Köstritzer Pale Ale auf jeden Fall. Und in den Handel im Süden haben es die beiden Meisterwerke (neben dem Pale Ale gibt es auch ein Witbier) jetzt auch geschafft.

Besonders gut gelungen ist m.E. das Rücken-Etikett auf dem man z.B. lesen kann welche Malz- und Hopfensorten (Citra, Delta, Hallertauer Blanc, Galaxy, Calypso) zum Einsatz kommen.

Noch ausbaufähig ist die Platzierung im Rewe-Supermarkt. (Foto ist nicht gestellt oder verändert). Und: Kaum auf dem Markt schon ein Aktionsangebot ? Liebe Industriebrauer: So richtig viel habt ihr von den echten Craftbeer-Produzenten aber noch nicht gelernt. IMAG0036Im Glas ist das Bier bernsteinfarben und gleichmäßig opalisierend – also noch nicht ganz trüb. Der weiße Schaum ist feinporig, stabil und haftet gut am Glasrand.

Die Rezenz ist frisch – fast schon spritzig. Auf jeden Fall recht lebendig.

Das Aroma ist rein, leicht karamellig, dezent fruchtig und hopfenaromatisch.

Der Antrunk ist schlank, recht vollmundig, betont zitrus-frisch, sortentypisch. Eine leichte Süße kommt geschmacklich im Gaumen dazu.

Der Nachtrunk ist rund, trocken und feinherb bis feinbitter.

Mein Fazit: Eher ein German IPA als ein Westcoast IPA. Nicht was die Bitterkeit betrifft, sondern hinsichtlich der Fruchtigkeit. Die kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz. Und dann im Supermarkt ganz hinten als Aktionsware verramscht. Craftbeer ist das somit nicht.