Tasting: St. Georg Doppelbock Dunkel von der Eittinger Fischerbräu

Nach dem Urtyp Dunkel (https://bierausbayern.wordpress.com/2013/12/12/tasting-urtyp-dunkel-vom-eittinger-fischerbrau/ ) heute das zweite Bier vom Eittinger Fischerbräu im Test. Und weil ja grad Fastenzeit ist, kommt der St. Georg Doppelbock ins Glas.

Eittinger Fischerbräu Doppelbock St. GeorgBeim Bier handelt es sich um einen ganz klassischen süffigen Doppelbock mit 7,1 % vol. alc. Es wird mit Hopfen und Hopfenextrakt gewürzt und kommt in der 0,5 l NRW-Flasche auf den Markt.

Im Glas ist das Bier rotbraun, klar und fast ohne (bzw. mit sofort verschwindendem hellbraunen) Schaum.

Aroma: Süßlich-blumig, malzaromatisch, getreidig, karamellig, erdig, etwas Röstaromen, sehr klar erkennbarer Alkohol.

Rezenz: sehr soft (fast schon “lack”)

Der Antrunk ist weich, sortentypisch, vollmundig und malzaromatisch.

Der Nachtrunk ist rund, harmonisch, ohne anhängende Bittere, sehr süffig und süß

Mein Prädikat: Guter Doppelbock, kräftig und süffig – so wie es sein soll. Etwas arg soft und Rezenz-arm geraten.

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Tasting: Saison / Belgian Farmhouse Ale von St. Feuillien

2014-03-05 18.37.07Ein Farmhouse Ale / Saisonbier das es trotz sehr guter Bewertungen (3,6 im Durchschnitt http://www.ratebeer.com/beer/st-feuillien-saison/101851/) bei ratebeer.com nicht in die Top 50 der Kategorie schafft. ==> http://www.ratebeer.com/beerstyles/saison/45/      Diese Bierkategorie wird m.E. in den USA gerade extrem gehyped. Sprich: Sie ist IN.

Aber für einen warmen Sommertag gibt es auch fast kein schöneres Bier als ein Saisonbier. Erfrischen sauer und prickelnd erfrischend. Yummy.

Das Bier kommt in einer 33 cl Flasche auf den Markt, hat ein schön gestaltetes Etikett und bringt 6,5 % vol. alc. “auf die Waage.

Im Glas ist das Bier gold-orange-farben, leicht hefetrüb und hat einen stabilen, weißen Schaum der gut am Glas haftet.

Aroma: Betont sauer und frisch, etwas Getreide / Malz und etwas Kräuter-Hopfen-Aroma kommen hinzu.

Rezenz: Prickelnd / Perlend / recht lebendig.

Antrunk: schlank, frisch, relativ weich, sortentypisch, sauer

Nachtrunk: rund, trocken, feinbitter, immer noch betont sauer

Mein Prädikat: Schade das diese Bierkategorie in Deutschland (noch?) unter Wert gehandelt wird. So ein gut gemachtes Saison ist im Sommer die wahre Freude.

Tasting: Pale Ale von der Regensburger Spital Manufaktur

Ein Pale Ale von der “Ältesten Brauerei der Stadt Regensburg – seit 1226”. Wenn sogar dort schon mit Pale Ale experimentiert wird, dann ist die Craft-Bier Bewegung schon weit gekommen denke ich. Zumindest was die Adaption von neuen Bierstilen angeht.

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Mehr zur Brauerei findet man hier: http://www.spital.de/brauerei/

Erste Bewertungen des noch recht neuen Bieres findet man hier: http://www.ratebeer.com/beer/spital-manufaktur-pale-ale/243599/

Das Bier kommt in einer 0,33 l Flasche auf den Markt und hat 6,5 % vol. alc.

Im Glas ist das Bier orange-bernsteinfarben, gleichmäßig hefetrüb und hat einen gut haltbaren, beige-weißen Schaum der gut am Glas haftet.

Das Aroma ist Getreide, Citrus, Fichte / Pinie, etwas Kräuter-Hopfen. Ein leichter “Fehlton” von nasser Kleidung gesellt sich (leider) hinzu.

Rezenz ist soft-leicht perlend.

Antrunk: schlank, abgerundet, vollmundig, frisch, sortentypisch.

Nachtrunk: rund, feinbitter, fruchtig, relativ harmonisch.

Mein Prädikat: Ordentlich gelungenes Pale Ale mit guter, frischer Note. Leider (noch) nicht der ganz große Wurf.

Noch mehr Lesestoff: The Weekender stellt die Berliner Vagabund-Brauerei vor

Was ist denn bitteschön “The Weekender” ? Das sagen sie selbst über ihr Heft:

THE WEEKENDER ist ein unabhängiges Magazin zu den Themen Wohnen, Reisen, Essen und Natur. Es erscheint alle drei Monate – die aktuelle 12. Ausgabe ist unsere Frühjahrsausgabe und seit Mitte Februar 2014 bundesweit erhältlich. Im Bahnhofsbuchhandel, gut sortierten Kiosken und im Abonnement.

Wirkt ein bisschen wie ein Hipster-Magazin und kommt irritierender-weise nicht aus Berlin, sondern aus Köln. 😉

Im neuesten Heft wird auf 11 Seiten die VAGABUND Brauerei aus Berlin-Wedding vorgestellt. Dahinter stecken drei Amerikaner, die nicht nur eine Craft-Brewery betreiben, sondern auch eine eigene Kneipe mit “120 unterschiedlichen Sorten Bier” im Sortiment. Gegründet haben die drei übrigens mit 21.295 Euro die sie über eine Crowdfunding-Plattform für ihr Bierprojekt eingesammelt haben.

Mehr hier (https://www.the-weekender.com/ ) und im Heft am Kiosk:

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Lesestoff: Effilee über Bier und Heimbrauen (Heft 28 / Frühjahr 2014)

Die lesenswerte und sehr ambionierte Zeitschrift Effilee schreibt in der aktuellen Ausgabe recht ausführlich über Bier.

Zum einen werden in der Rubrik “Gib mir 5” diesmal fünf (Craft-) Biere aus Deutschland empfohlen / vorgestellt: Schneider Porter Weisse, Crew Repbulic Escalation, Duckstein, BraufactuM Progusta und Ratsherrn Zwickel. Für meinen Geschmack etwas zu viel Mainstream. Schade.

Und dann gibt es in der Rubrik “Getrunkene Flasche” zu Abwechselung mal keinen Wein sondern es wird ausführlich ein Bier vorgestellt: Das “Zwickel Bier hefetrüb” von der Brauerei Meister aus Franken. (Die Rubrik findet man online hier: http://www.effilee.de/category/getrunkene-flasche )

Und es gibt einen sehr ausführlichen Bericht mit Tipps & Tricks zum Thema Heimbrauen. (Passend zum Schwerpunktthema “Gärung”. )

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Tasting: XPA / X-Berg Pale Ale von Schoppe Bräu, Berlin

Wohl eines der bekanntesten Craftbiere aus Berlin. Zumindest von einer der bekanntesten Craft-Bier-Brauereien in der Hauptstadt. Dahinter steht der Dipl-Ing. Brauwesen Thorsten Schoppe. Mehr zur Brauerei und ihren Bieren findet man hier: http://www.schoppebraeu.de/wir-ueber-uns.html

Das Bier kommt in einer bauchigen 0,33 l Flasche auf den Markt, das Etikett ist betont reduziert gestaltet und verzeichnet nur die notwendigen Angaben (7,0 % vol. alc.). Leider gibt es auf der Flasche keine detaillierten Infos zu den verwendeten Zutaten. Auf der o.g. Website findet man dann zumindest die verwendeten Hopfensorten: Cascade, Simcoe, Amarillo. Und die IBU / Bittereinheiten: 70 BE.

Bei ratebeer.com hat das Bier recht gute Bewertungen erhalten: http://www.ratebeer.com/beer/schoppe-xpa/166757/

Im Glas ist das Bier bernsteinfarben, gleichmäßig trüb und es hat einen cremigen, beigen, gut haltbaren Schaum der sehr gut am Glasrand haftet.

Aroma: Betont süßlich-fruchtig, citrus, etwas Fichte, sehr viel blumige Aromen. Etwas malzaromatische Süße kommt hinzu.

Rezenz: weich-soft-angenehm

Antrunk: schlank, vollmundig, malzaromatisch, weich, sortentypisch, leicht würzeartig

Nachtrunk: rund, feinbitter, harmonisch, immer noch recht fruchtig-süß.

Mein Prädikat: Sehr gutes Kreuzberg-Pale-Ale. Betont fruchtig-süß. Für meinen Geschmack leider etwas zu süßlich um in meinem Ranking ganz nach oben zu kommen. Aber ganz sicher eines der besten Biere aus Berlin.

Tasting: Fendt Ernte Gold von der Aktienbrauerei Kaufbeuren

Aus der “Fendt Landmaschinen-Bier-Serie” von der Aktienbrauerei Kaufbeuren heute das “Ernte Gold” Hell im Test. (Es gibt auch noch ein Katana Pils, ein Vario-Weizen und ein Dieselross-Öl (Märzen). Alle Biere nehmen offenbar Anleihen bei erfolgreichen Produkten / Serien der Fa. Fendt….

Das Bier kommt in 0,33 l Flaschen auf den Markt, hat solide 5 % vol. alc und ist im Glas goldgelb, sehr klar und hat eine relativ stabile, feinporige, weiße Schaumkrone die gut am Glasrand haftet.

Das Etikett zeigt – natürlich – einen Mähdrescher von der Landmaschinenfarbrik Fendt. Mehr Ernte-Symbolik geht kaum.

Tasting- bzw. Testergebnisse findet man hier: http://www.ratebeer.com/beer/kaufbeuren-fendt-ernte-gold/87078/  …auch wenn das Bier nur unterdurchschnittlich abschneidet.

Die Rezenz ist leicht perlend – frisch.

Aroma: Getreidig, Malzaromatisch, etwas Kräuter-Hopfen.

Antrunk: schlank, abgerundet, malzaromatisch, weich, sortentypisch

Nachtrunk: ausgewogen, rund, feinherb-feinbitter, harmonisch, süffig.

Mein Prädikat: Bei aller “Veteranen-der-Scholle-Nostalgie” ist mir das Bier einfach zu süffig-nichtssagend. Da gibt es bessere Biere aus dem Allgäu.