Tasting: Weil ja grad Karneval / Fasching ist … ein Kölsch im Test.

Und zwar von der Braustelle Köln. Das Helios Kölsch. Helau und Alaaf. Grundsätzlich wohl ein Bier zu dem mir der Zugang etwas fehlt. (==> Warum nur der “Bohei” um dieses simple Bier?)

Gekauft “in der Faschingszeit” bei Getränke-Liebick in Germering (b. München). Das Bier kommt in einer 0,33 l Flasche auf den Markt und hat 4,8 % vol. alc. Bewertungen zum Bier findet man z.B. hier. http://www.ratebeer.com/beer/braustelle-helios/42474/     Mehr zur Brauerei findet man hier: http://www.braustelle.com/brauereibiere.html      2014-02-28 17.49.08

Optik: Goldfarben, leicht opal, grobporiger, weißer Schaum. Schaum haftet gut am Glasrand. 

Aroma: Vor allem sehr viel Getreide. Dann noch etwas “Kräuterhopfen” und einen Hauch teigige Hefe.

Rezenz: frisch / leicht perlend.

Antrunk: leicht, schlank, malzaromatisch, frisch, sortentypisch.

Nachtrunk: rund, trocken, feinherb-feinbitter.

Mein Prädikat: Für mich ein typisches Kölsch. Frisch und süffig. Aber auch etwas eindimensional und ohne einen besonderen “Kick”.

Advertisements

Tasting: Saisonbier von der Camba Bavaria, Truchtlaching

Irgendwie ist die Camba offenbar meine Haus-und Hofbrauerei. Zumindest wenn man sich die Tasting-Anzahl hier im Blog anschaut. Heute mal ein ungewöhnliches Bier aus Oberbayern. Ein Saisonbier mit interessantem Hintergrund. Gebraut nach dem Siegerrezept der 2013er Camba Homebrewer Competition. Rezept-technisch also ein Import-Heimbrauer-Bier.

Das Bier kommt in der klassischen Camba 0,5 l Bügelverschluss-Flasche auf den Markt und hat beachtliche 7,5 % vol. alc.

Im Glas ist das Bier orange-goldfarben, es hat eine helle, stabile, sahnige Schaumkrone. Der Schaum haftet sehr gut am Glasrand.

Das Aroma ist “Belgien-typisch”: Betont säuerlich (teigig, Bauernhof, Laub) und etwas blumig-zitrusartige Hopfennoten gepaart mit einem Hauch Getreide.

Die Rezenz ist angenehm-soft.

Der Antrunk ist schlank und leicht, frisch und weich, sortentypisch.

Der Nachtrunk ist rund, trocken, betont sauer.

Mein Prädikat: Sicher eher etwas für warme Tage. Aber es schmeckt auch heute schon an einem bayerischen Vorfrühlingstag mit hellblauem Himmel extrem gut. Wer ein typisch “belgisches Saisonbier / Sauerbier” mag, wird es lieben. Für Freunde klassischer Biere aus Bayern vermutlich eher nichts. Lobenswert ist aber die Zusammenarbeit der Camba mit Heimbrauern. Das traut sich wahrlich nicht jede Brauerei.

Tasting: green MONKey Polaris von der Klosterbrauerei Weissenohe

Ein ganz neues und ungewöhnliches (Craft-)Bier aus Franken: Ein Pale Ale (?) das mit Polaris-Hopfen gebraut / gewürzt wurde. Nur vier Wochen haltbar – also Craftbeer oder Small batch beer im wahren Wortsinn. 2014-02-27 19.02.57 2014-02-27 19.02.19

Das grüne Etikett zeigt – na klar – einen Mönch mit Stab an dem eine Hopfendolde hängt und einen daran rumturnenden Affen. Ansonsten verrät das Etikett nur den Alkoholgehalt (5,8 % vol.) und die Stammwürze von 13,4 P. Und das es Bioland-Zertifiziert ist. Über den Hopfen wird nur der Name verraten – keine Info über weitere Hopfensorten, Hopfenstopfung, etc. Schade. Die Beschriftung “Drei Hopfen – Ein Bier” spricht aber für einen Sud der mit drei verschiedenen Hopfensorten (Mandarina, Polaris und Hersbrucker) gestopft wurde. Abgefüllt (insb. für die Braukunst Live 2014 !?) wurde das Bier in 0,5 l Bügelverschluss-Flaschen.

Im Glas ist das Bier golden, opal / leicht und gleichmäßig trüb und es hat eine stabile, cremige, weiße Schaumkrone die gut am Glasrand haftet.

Aroma: Jede Menge Citrus, Fichte, Fruchtig, krautiger Hopfen, Gras, etwas Getreide. Nur ein Hauch vom Polaris-typischen “Gletschereisbonbon”-Aroma.

Rezenz: Soft und nur ganz leicht frisch-perlend.

Antrunk: weich, rund, vollmundig, betont frisch, Sortentypisch

Nachtrunk: rund, trocken, feinbitter, kühl

Mein Prädikat: So wie erwartet kommt der Polaris-Hopfen am Anfang nicht “rüber”. Aber später ist das (gute!) Bier frisch und hat einen schönen kühlen Nachklang. Aber so ganz hat mich das “Polaris-Experiment” von und mit dem grünen Mönch noch nicht überzeugt.

Aber es gibt ja auch noch die Hersbrucker- und die Mandarina-Edition von der Klosterbrauerei Weissenohe.

 

Tasting: Britt Blonde von der Brasserie de Bretagne

Heute im Test ein Bier aus Frankreich. Denn während dort in weiten Landesteilen der Wein “Vorfahrt” hat, ist die Bretagne ein Bier (und Cidre-) Land. Mehr über die Gaumenfreuden findet man auf der offiziellen Tourismus-Seite: http://www.bretagne-reisen.de/ideen/lebenskunst/10-gute-ideen-fuer-gaumenfreuden-in-der-bretagne

Ansonsten sind die Asterix-Comics in denen ja die eine oder andere Cervisia gezischt wird ein ganz guter “Kontextlieferant”.

Das Bier hat 6% vol. alc. und kommt in einer 33 cl Flasche auf den Markt.

Britt blonde Bier Etikett Ruecken Britt blonde bier etikett vorderseite

Im Glas ist das Bier schmutzig-golden, gleichmäßig hefetrüb und es hat einen weißen, wenig haltbaren Schaum.

Das Aroma ist belgisch-säuerlich in Kombination mit etwas Getreide und Hopfen.

Rezenz: Lebendig-frisch / bizzelig.

Antrunk: Getreidig, säuerlich-frisch, leicht und schlank, sortentypisch

Nachtrunk: trocken, feinherb, säuerlich-frisch.

Mein Prädikat: Schmeckt im Sommer an der bretonischen Küste sicher noch besser, aber ein ordentliches Blondes. Nicht schlecht aber auch kein Grund in Extase zu verfallen.

Tasting: Pilsissimus Exportbier von der Forschungsbrauerei Jakob KG

Nach dem Dunkel (https://bierausbayern.wordpress.com/2014/02/04/tasting-munchener-naturquell-dunkel-von-der-forschungsbrauerei-jakob-kg/ ) heute das nächste Bier von der ambitionierten kleinen Brauerei aus München: Ein “Goldgelbes Spezialbier mit feinporiger Schaumkrone, gebraut nach überliefertem Traditionsrezept. Das edle, fein Bittere aus Hallertauer Aromahopfen.”

Mehr zum Bier und zur Brauerei gibt es hier: http://forschungsbrauerei.de/index.php/brauerei/bierspezialitaeten

Die (bisher guten!) Bewertungen des Bieres findet man z.B. hier: http://www.ratebeer.com/beer/forschungsbrauerei-pilsissimus/23051/

Das Bier (gekauft beim rührigen Getränke-Stad’l in Eching ==>  http://echinger-getraenkestadl.de/ ) kommt ebenfalls in einer 1,0 L Bügelverschluss-Flasche auf den Markt.

Im Glas ist das Bier goldfarben, gleichmäßg hefetrüb und hat eine cremig-feste weiße Schaumkrone.

Aroma: leicht teigig-säuerlich, relativ rein, leicht fruchtig, dezent süßlich, hopfenaromatisch.

Rezenz: Frisch

Antrunk: schlank, vollmundig, frisch, relativ weich, sortentypisch

Nachtrunk: ausgewogen, rund, trocken, feinherb-feinbitter mit einem Hauch Fruchtigkeit, schön harmonisch.

Mein Prädikat: Tolles Pils das sehr frisch und im gewissen Sinne “Vollmundig” daherkommt. Gute Balance zwischen Bitternoten und fruchtiger Frische. Kommt auf jeden Fall wieder ins Glas.

Presseschau: Süddeutsche Zeitung und AZ München über die Braukunst Live 2014

Beide Zeitungen berichten heute recht ausführlich (im München-Teil) über die gestern zu Ende gegangene BKL 2014. Bemerkenswerter Satz: “Für die bekannten Marken interessiert sich hier kaum jemand.” Eine Beobachtung die ich – zumindest teilwese – teilen kann. Zum Beispiel: Auerbräu oder Bierzwerg   –   Da war doch vergleichsweise wenig los am Stand.

Hier der Artikel aus der AZ: 

2014-02-24 13.39.20 2014-02-24 13.39.36 2014-02-24 13.39.49 2014-02-24 13.39.56 2014-02-24 13.40.23 2014-02-24 13.40.11 2014-02-24 13.40.05Und hier das Wesentliche aus der Süddeutschen Zeitung:

2014-02-24 13.38.37

 

2014-02-24 13.38.46

2014-02-24 13.38.51

2014-02-24 13.38.59

 

Impressionen vom Tag 1 – Braukunst Live Festival 2014 München

2014-02-21 16.18.23 2014-02-21 16.05.38

So richtig voll war es schon am ersten Tag. Zumindest gefühlt war am Freitag deutlich mehr los als am Freitag bei der BKL 2013.

Das könnte am Samstag logistisch noch spannend werden. Und “kuschelig”.  Zumindest wenn der Anstieg bei den Besuchern so verläuft wie im letzten Jahr. Aber vielleicht haben ja einige Besucher umdisponiert und sind vom Samstag auf den Freitag ausgewichen.

Interessante Biere die ich probiert habe und von denen ich denke es lohnt sich sie zu probieren: 

Weihenstephan / TUM   Leichte Comet Weisse (Sieger beim Innovationswettbewerb)

Weihenstephan Forschungsbrauerei: Galaxy Bernstein Weisse

Wie schon letztes Jahr: Das Pilsner Urquell naturtrüb vom Fass

Brunehaut Bio Triple Glutenfree   (kaum zu glauben das es Gluten-Frei ist)

Neumarkter Lammsbräu 1628 Weizenbock

Hofbräu München – der “Zweifach gehopfte Hallodri”

Und natürlich gibt es heute und morgen noch sehr viel mehr Biere zu entdecken. Also auf zur BKL 2014 !

2014-02-21 17.42.07 2014-02-21 17.42.17 2014-02-21 18.15.18 2014-02-21 19.33.53 2014-02-21 20.12.44 2014-02-21 20.26.13 2014-02-21 20.57.53