Funktioniert regionales deutsches Craftbier (noch) nicht ?

AU Pale AleSeit ca. Mitte November stand es bei meinem lokalen REWE Supermarkt mit dem Verkaufsdisplay im Getränkebereich. Das Hopfull Pale Ale (eigentlich ein IPA) von der Schlossbrauerei Au/Hallertau. Für 1,99 € war es preislich sicher auch kein Schnäppchen. Im Dezember war noch nicht viel verkauft. (Auch oder trotz des zeitweise direkt daneben platzierten Paulaner Revoluzzers). Und jetzt Anfang Januar ist es sang- und klanglos verschwunden. Auch im “normalen” Biersortiment ist es – im Gegensatz zu einigen Standartsorten von der Brauerei Au – nicht zu finden.

Mehr zum Bier gibt es hier: http://www.usox.org/2013/07/schlossbrauerei-au-hallertau-hopfull-pale-ale/  und hier: http://auerbier.de

Wobei ich subjetiv hinzufügen muss, dass man sehr wenig Werbung und PR für das Bier gemacht hat. Für die ebenfalls in 2013 eingeführte “Willibald’s Schlossweisse” gab es regional zumindest Außenwerbung (Plakate). Für das Hopfull ist mir nichts vergleichbares aufgefallen.

Daher stellt sich die Frage: Woran liegt der samwama schleppende Erfolg?

  • Liegt es an der – in diesem Fall – etwas halbherzigen Vermarktung ?
  • Funktioniert “Craftbier” von regionalen Brauereien (noch) nicht ?
  • Oder funktioniert Craftbier nur mit einem “Rock’n Roll” Brauer bzw Auftritt ?
  • Oder ist – wie von einigen Lesern auf Facebook geäußert – ein Supermarkt (noch) nicht das richtige Umfeld für Craftbier bzw. spezielle neue Biersorten ?
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One thought on “Funktioniert regionales deutsches Craftbier (noch) nicht ?

  1. Darf ich an dieser Stelle mal von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. Ich habe in langjähriger Kleinarbeit das Bier von über 1000 Brauereien probiert. Und nun auch eine Reihe von diesen Craft-Bieren, teilweise zu horrenden Preisen. Manche davon schmeckten interessant, manche fürchterlich. Aber es war nicht eins dabei, das ich öfter kaufen würde, zu den Phantasiepreisen sowieso nicht.

    Leider sind viele der wirklich interessanten Biere fast ausgestorben. Erstaunlicherweise kamen diese ohne exotische Hopfensorten, ohne Hopfenstopfen etc. aus. Und seltsamerweise stand der Ausbildungsstand des Brauers oft in einem umgekehrten Verhältnis zum Ergebnis.

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