Stefan Raab und Tim Mälzer trinken Craftbier in New York.

raab_dogfishGenauer gesagt das recht hopfige Dogfish Head 90 Minutes Imperial IPA. Und wohl eines der besten IPAs in den USA. ==> http://www.ratebeer.com/beer/dogfish-head-90-minute-imperial-ipa/10569/

Hier im Video kann man Raabs Reaktion zwischen Minute 1:07 und Minute 2:40 ganz gut bestaunen. Der Link zum Video: http://tvtotal.prosieben.de/tvtotal/videos/player/index.html?contentId=150670&initialTab=sendung&showId=1987-00

O-Ton: “Und das Gesicht stellt noch nicht dar, wie schlimm es wirklich ist…”!

Auch interessant was Tim Mälzer zum Thema Craftbier sagt … ist er doch mit dem Ratsherrn Braugasthof “Altes Mädchen” irgendwie verbandelt. http://altes-maedchen.de/die-idee/

Ratebeer.com veröffentlicht zur Zeit seine 2014er Bestenlisten

Ratebeer publiziert jedes Jahr seine “Bestenlisten”. So wurden heute die “Best Places for Beer” veröffentlicht. In Bayern ist Kloster Andechs der “beste Brewpub”, das Bräustüberl Weihenstephan ist der beste “Brewers tap room”, das Cafe Abseits aus Bamberg ist der Sieger in der Kategorie “beste Bier-Bar” und das Landbierparadies aus Nürnberg ist der Sieger in der Kategorie “Bester Retailer / Bottleshop”. Alles “well deserved” und nachvollziehbar würde ich sagen.

Die Liste findet man hier: http://www.ratebeer.com/RateBeerBest/BestPlaces-State2014.asp

In Hamburg hat den Titel “Bester Retailer / Bottleshop” übrigens Esther vom Bierland gewonnen und nicht der Craftbeerstore! (Auch in Sachsen wurde der Craftbeerstore Dresden nicht ausgezeichnet, aber für den kam der Wettbewerb wohl auch zu früh. Nächstes Jahr sieht es da vielleicht schon anders aus).

Bei den bereits gestern veröffentlichten “Top Bieren, Brauereien und neuen Brauereien nach Region” sieht die Liste für Deutschland so aus:

GERMANY top beer top brewer best new brewer
Baden-Württemberg Häffner Bräu Hopfenstopfer Comet IPA Häffner Bräu
Bavaria Schneider Aventinus Brauerei Aying Hans Müller Sommelierbier GmbH
Berlin Heidenpeters Pale Ale Hausbrauerei Hops & Barley
Brandenburg Braumanufaktur Potsdamer Stange Klosterbrauerei Neuzelle
Hamburg Kehrwieder Prototyp Kreativbrauerei Kehrwieder Kreativbrauerei Kehrwieder
Hesse BrauKunstKeller Amarsi Kärrners Hausbrauerei
Lower Saxony Einbecker Winter-Bock Einbecker Brauhaus
Mecklenburg-Vorpommern Störtebeker Atlantik-Ale Störtebeker Braumanufaktur
North Rhine-Westphalia Schumacher 1838er Hausbrauerei Päffgen
Rhineland-Palatinate Craftwerk Hop Head IPA⁷ Parkbrauerei
Saarland Karlsberg Brauerei
Saxony Original Ritterguts Gose Ritterguts Gose GmbH
Saxony-Anhalt Hasseröder Fürstenbräu Granat
Metbrauerei Striewski Honig-Met Fruchtig & Lieblich
Thuringia Wöllnitzer Weißbier Gasthausbrauerei Talschänke

Die komplette Liste gibt es hier: http://www.ratebeer.com/RateBeerBest/BestBeers-State2014.asp

Über die Liste der besten Biere / Brauereien kann man m.E. in vielen Fällen streiten. Der Einbecker Winterbock ist das beste Bier aus Niedersachsen … armes “Lower Saxony”. Da ist noch Luft nach oben drin.

Diese Woche in der Süddeutschen Zeitung: Die Beilage zur Braukunst Live 2014

2014-01-31 09.47.36Korrekt muss es allerdings lauten: Die 24-seitige Beilage zur Braukunst Live und zur Finest Spirits 2014. Denn eine Woche vor dem “Festival der feinen Biere” findet vom gleichen Veranstalter am gleichen Ort (MVG Museum, Ständlerstr. 20, München) die schon länger etablierte Messe rund um Whisk(e)y und Spirituosen statt. Ob die Beilage der SZ-Gesamtausgabe beilag oder nur in der Auflage für die Region München, kann ich leider nicht sagen.

2014-01-31 09.48.51 2014-01-31 09.49.40 2014-01-31 09.49.29 2014-01-31 09.49.19 2014-01-31 09.49.06 2014-01-31 09.48.22 2014-01-31 09.48.07 2014-01-31 09.47.51

Laut Ausstellerliste (siehe Bild) sind die Premium-Partner auch heuer wieder das Staatl. Hofbräuhaus aus München, Schneider Weisse, Braufaktum, Pilsner Urquell und Joh. Barth & Söhne.

Neben vielen bzw. mehr intern. Ausstellern (Brewdog, Brewers Assoc. USA, Sierra Nevada, St. Austell UK, Privatbrauerei Trumer, …) sind natürlich sehr viele Brauereien aus Bayern am Start. Darunter auch einige Neu-Aussteller wie z.B. die Mittenwalder Privatbrauerei. Und selbstverständlich sind auch wieder viele deutsche Craftbier-Hersteller dabei wie z.B. Ale-Mania (ehem. Fritzale), BrauKunstKeller, Hopfenstopfer, Schoppe-Bräu, Pax-Bräu und die Maxbrauerei.

Bemerkenswert ist das dieses Jahr offenbar Crew-Ale / Crew-Republic – zumal so eine Art “Local Player” aus München – nicht als Aussteller dabei ist. Schon zu groß geworden für das Festival oder ist ihnen das Ausstellungspaket zu teuer?

Interessant finde ich ansonsten noch: Veranstalter Frank Böer wird beim Vorwort zur “Finest Spirits” auf einem Foto mit Smoking gezeigt. Beim Vorwort zur Braukunst Live in der gleichen Beilage nur 10 Seiten weiter hinten zeigt er sich auf dem Bild im leger offenen karierten Hemd. Soweit zum Unterschied zwischen “Feinen Spirituosen” und “Biergenuss”.   🙂

Auf jeden Fall kommt beim Lesen der Beilage schon mal Vorfreude auf die Braukunst Live 2014 auf.

Tasting: Meine Hopfenweisse Tap 5 von Schneider & Sohn, Kelheim

Heute im Tasting eine Weizenbock aus Kelheim. Vom Weissen Bräuhaus G. Schneider & Sohn GmbH aus Kelheim. Eigentlich eine Münchner Brauerei. Aber das ist eine andere Geschichte.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das ist ein sensationell gutes Bier das es zu Recht in die weltweiten Top 10 (aktuell Platz 6) der Weizenböcke bei ratebeer.com geschafft hat. Die Durchschnittsnote (auf eine Skala von 1-5) liegt im Moment bei 3,78. Und das bei einem Bier das etwas Weizenbock-untypisch auf einen sehr markante Hopfennote setzt. Hut ab! Die Bewertungen (Stande Ende Jan. 2014: über 1.250) findet man hier: http://www.ratebeer.com/beer/schneider-weisse-tap-5-meine-hopfen-weisse/75466/

Mehr zur Brauerei gibt es hier: http://www.schneider-weisse.de/

Infos zu einem – lohnenden – Ausflug zur Produktionsstätte gibt es hier: http://www.weisses-brauhaus-kelheim.de/

Im Glas ist das Bier gold-bernsteinfarben, gleichmäßig hefetrüb und es hat eine sahnig-feste weiße Schaumkrone die geradezu unfassbar gut am Glasrand haftet. 

Aroma: Sehr viel hopfige Südfrüchte (Orangenschalen, Citrus, Kiwi) gepaart mit etwas Weizen-Getreidearoma. 

Die Rezenz ist leicht prickelnd und unterstreicht den Geschmack sehr gut.

Antrunk: schlank, vollmundig, frisch / betont Hopfenfrisch, überhaupt nicht sortentypisch

Nachtrunk: rund, leicht trocken, fruchtig, feinbitter, feinherb.

Mein Prädikat: Ein Weizenbock den jeder Bierfan probiert haben sollte. Hat bei mir einen festen Platz im Keller!

 

Tasting: Truchtlinger Weizenbock Dunkel von der Camba Bavaria

Auf der Website findet man leider (zur Zeit?) keine Informationen zum Bier: http://www.cambabavaria.de/produkte/bock-biere/   Aber bei ratebeer.com findet man noch die “Commercial Description”:

Beim bernsteinfarbenen Weizenbock kommen schon im Geruch kräftige Bananen und Mango Fruchtnoten zur Geltung. Die Mischung aus Südfrüchten vereinigt mit feinen Karamellnoten kommt beim Trinkgenuss voll zur Geltung. Leicht und feinherb abklingend mit einer deutlichen Note von Mango und leichten Apfelaromen regt der dunkle Weizenbock zum Weiterverkosten an.

Unfiltriertes dunkles Weizenstarkbier
Rein obergärige Bierhefe
Fruchtig, mit einem kräftigen Geschmack von Bananen und Mango
Hauptgärung im offenen Gärbottich; Reifung in Lagertanks
Gebraut nach dem Rezept unseres Braumeisters und Biersommeliers Markus Lohner aus Truchtlaching
7,5 vol. alc, Stammwürze 17,5%

Hoffen wir mal das dieses Bier weiterhin im Portfolio von der Camba ist.

Die von mir verkostete 0,5 l Bügelverschluss-Flasche reifte allerdings schon ein Jahr bei mir im kühlen Keller. Sprich: Das MHD ist also seit ein paar Monaten abgelaufen. Macht aber bei einem stärkeren Bier erfahrungsgemäß nichts aus. Im Gegenteil: Manche Bier-Genießer schwärmen regelrecht von gelagerten Bockbieren.

Bei der Farbe / Optik stimme ich übrigens mit o.a. Beschreibung nicht überein: Das Bier ist m.E. nicht bernsteinfarben sondern rotbraun. Aber über Bier-Gebrauchsprosa kann man sicher trefflich streiten. Das Bier ist ansonsten gleichmäßig hefetrüb und hat keine Schaumkrone. Was auch an der fast nicht vorhandenen Rezenz / Karbonisierung liegt. Lediglich eine ganz dezente Kohlensäure ist noch vorhanden.

Aroma: karamellig, fruchtig, süßlich. Das Weizen(-bock)-typische Bananenaroma kommt deutlich durch. Generell der Duft von (über-)reifen Früchten. Auf jeden Fall vielversprechend.

Antrunk: vollmundig, weich, schwer, sortentypisch, karamellig.

Nachtrunk: Leicht und feinherb abklingend …? Naja das beschreibe ich dann doch anders: rund, ausgewogen, schwer, relativ süffig, ganz dezente feinherbe Noten, kräftig betont, sehr viel reife Früchte. Natürlich hat das Bier eine Weizenbier- bzw. Weizenbock-typische “drinkability”, aber leicht ist das Bier nicht. Mango- und Apfelaromen: Ja die sind vorhanden.

Mein Prädikat: Kein Sommerbier, sondern ein fruchtig-süffig-kräftiges Bier für die kalten Tage. Trinkt sich gefährlich gut.

Tasting: Porter von Main Seidla (Brauhaus Binkert)

Heute ein Porter aus Breitengüßbach in Franken. Vom Main Seidla Brauhaus Binkert. Also ein für Franken eher ungewöhnlicher Bierstil. Mehr zu diesem Bierstil findet man z.B. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Porter_(Bier).

Dort heißt es: Porter ist ein dunkles, oft tiefschwarzes Bier mit einem malzigen oder sogar röstmalzbetontem Geschmack. Traditionell war Porter häufig stark gehopft und daher herb. Heute steht der Begriff für verschiedene Arten von Bier. Im englischen Sprachraum bezeichnet es ein meist (aber nicht immer) obergäriges Bier mit einem Alkoholgehalt von 5 % Vol. In anderen Ländern, so auch in Deutschland, steht „Porter“ für ein teilweise untergäriges, dunkles Starkbier mit 7 % – 9 % Vol. Alkohol. Diese Variante ist vor allem im Ostseeraum populär und wird deswegen im englischen Sprachraum als „baltic porter“ bezeichnet. In Deutschland existierte schon vor dem Ersten Weltkrieg eine süße Portervariante, die auch noch heute hergestellt wird.[1] Besonders alkoholarme und extraktreiche deutsche Porter wurden auch als Ammen-, Malz-Extrakt- bzw. Gesundheitsbier beworben.

Das Bier aus Breitengüßbach gehört – das schon mal vorweg – nicht zu der süßen Porterfraktion. Es könnte auch als besonders kräftiges Dunkel auf den Markt kommen.

Verkauft wird es in der leicht nostalgischen 0,5 l Euro-Flasche. Das Bier hat 5,3 % vol. alc. und eine Stammwürze von 12,9 P.  Auf dem Etiket erfährt man noch das es “dunkel & malzbetont” ist und das die Zutaten Wasser, Gerstenmalz, Röstmalz, Hopfen und Hefe sind. Die Bewertungen bei ratebeer.com sind einigermaßen positiv: http://www.ratebeer.com/beer/main-seidla-porter/212804/  Auf der Website (s.u.) wird noch verraten, daß es ein obergäriges Porter ist.

Mehr zu Brauerei und Bier findet man übrigens hier: http://www.mainseidla.de/

Im Glas ist das Bier rotbraun, leicht und gleichmäßig trüb und hat eine schnell verschwindende hellbraune Schaumkrone. 

Aroma: Sehr viel Röstaromen. Kaffee, Nüsse,Getreide, Malzaroma und Brotaromen kommen hinzu. Etwas Hopfenaroma ist auch wahrnehmbar.

Rezenz: Frisch / leicht prickelnd. Auf jeden Fall nicht zu soft.

Antrunk: Vollmundig, mlazaromatisch, weich, rel. sortentypisch, rel. schwer. Betont bitter und fast keinerlei malzige Süße.

Nachtrunk: rund, feinherb und feinbitter, kräftig betont.

Mein Prädikat: Kräftig, würzig, bitter. Dieser Porter-Stil gefällt mir besser als der häufig anzutreffende süße Porter-Stil. Kommt bei mir gerne wieder ins Glas.