Tasting: Urbock von der Aecht Schlenkerla Rauchbier Brauerei Heller in Bamberg

Puuhh das ist ein Berg von einem Bier.

Aecht Schlenkerla Urbock

Über 1200 Bewertungen bei ratebeer mit einer durchschnittlichen Note von 3,84 (= Rang # 7 weltweit bei den “Smoked” Bieren) können sich kaum irren. http://www.ratebeer.com/beer/aecht-schlenkerla-rauchbier-urbock/6349/

Unter http://www.schlenkerla.de/ findet man mehr zur Brauerei und ihren Bieren. Noch besser / lohnenswerter ist aber ganz klar ein Besuch der Brauerei vor Ort in Bamberg.

Das schreibt die Brauerei über den Urbock:

Ein vollmundiger, herber Rauchbock zur Bamberger Starkbierzeit im Herbst (Bockanstich im Oktober). Er wird bereits im Sommer eingebraut und reift monatelang in den historischen Schlenkerla Felsenkellern unter dem Stephansberg. Direkt im Schlenkerla wird er traditionsgemäß frisch vom Holzfass ausgeschänkt.

Ausschank und Verkauf:
Saisonal von Oktober bis Ende November im Holzfass im historischen Brauereiausschank. Dezember und Anfang Januar von der Flasche im Brauereiausschank. Außerdem Flaschen- und Partyfassverkauf im ausgewählten Einzelhandel, Gaststätten und im Schlenkerla-Webshop.

Daten:
Stammwürze: 17,5%
Alkohol: 6,5%

40 IBU

Optik: rotbraune-schwarze Farbe, klar, beiger stabiler / cremiger Schaum

Aroma: Rauch, Schinken, Geräuchertes, Schwarzbrot, Vollmundig

Rezenz: Angenehm-soft

Antrunk: Vollmundig, Malzaromatisch, Sortentypisch, Schwer, Viel Rauch, etwas Süße

Nachtrunk: Kräftig betont, leicht säuerlich, bitter

Mein Prädikat: Wie ein kräftig geräucherter Schinken auf Schwarzbrot. Eine volle Mahlzeit im Glas sozusagen. Zu Recht weltweit berühmt.

Advertisements

Tasting: Berg Gold Export von der Mittenwalder Privatbrauerei

Nach der Werdenfelser Weisse und dem Jager Dunkel (https://bierausbayern.wordpress.com/2013/09/18/tasting-jager-dunkel-von-der-mittenwalder-privatbrauerei/) heute nun das dritte Bier von der höchst gelegenen Privatbrauerei Deutschlands: Das Berg Gold Export.

Auch diesmal wieder in der 0,5 l Flasche mit Etikett im typischen Lüftlmalereistil. Das Bier hat 5,2 % vol. alc. Über die Zutaten wird nur das notwendigste verraten.

Im Glas ist das Bier hellgolden, sehr klar, es hat einen feinporigen weißen Schaum der gut am Glas haftet.

Aroma: Getreide, Brot, etwas teigige Hefe, leicht metallisch

Rezenz: angenehm-soft

Antrunk: schlank, abgerundet, weich, frisch, sortentypisch, malzaromatisch

Nachtrunk: ausgewogen, rund, harmonisch, dezent feinbitter

Mein Prädikat: Unaufgeregtes, sauberes, sortentypisches Exportbier. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Tasting: Simco3 von der Riegele Brauerei in Augsburg

Neu auf dem Markt ist das Simco3 Pale Ale von der Riegele BrauManufaktur. Wobei wohl nur Verpackung und Preis geändert wurden Denn während das stylishe Simco3 für 4 Euro (pro 0,66 l Flasche) verkauft wird (z.B. hier: http://www.bier-deluxe.de/riegele-simco-3-241?c=157 ) gab es / gibt es das scheinbar identische Bier in einer anderen Verpackungseinheit auch für deutlich mehr Euro: http://www.biertraum.de/india-pale-ale-simcoe.html  nämlich für 17,90 Euro pro 0,75 l Flasche. Jetzt also statt 23,80 Euro pro Liter nur noch 6 Euro pro Liter ? DAS nenne ich mal eine Preis-Senkung. Offenbar hat sich nicht nur BraufactuM vom Edelbier in Prosecco-Flaschen verabschiedet, sondern auch Riegele nimmt einen neuen Craft-Bier-ähnlichen Anlauf mit niedrigeren Preisen !?

2013-11-29 14.59.39

Vorbildlich ist m.E. nicht nur die Gestaltung der neuen Bier-Serie, sondern auch die Transparenz bei den Zutaten. Penibel werden die Malzsorten (Gerstenmalz (Pilsner, Münchner,…) und Weizenmalz) und die Hopfensorten (Perle, Opal und Simcoe) aufgelistet. Mehr zum Bier findet man hier: http://www.riegele.de/

2013-11-29 15.00.422013-11-29 15.00.03

Allerdings schießt man bei der Betextung der Etiketten auch über das Ziel hinaus. Denn vorne wird das Bier “Gebraut in der Riegele Biermanufaktur und empfohlen vom Weltmeister der Biersommeliers Sebastian B. Priller”. Okay das soll wohl wie eine neutrale Empfehlung vom Weltmeister klingen.

Auf dem Rücken-Etikett schreibt dann ein “S. P. Riegele”: “Erleben Sie die Riegele Brauwelt bei einem Besuch in Augsburg. Wir freuen uns auf Sie!”. Ganz so als ob es sich um eine ganz andere Person handelt.

Mmmhhh wie nennt man sowas ? Gespaltene Persönlichkeit oder Kundenveräppelung ? Mir gefällt diese Schummelei jedenfalls nicht.

Ach ja und wo wir bei der Etikettenschelte sind: Der Satz “Das Simco 3 aus der BierManufaktur des Weltmeisters” halte ich persönlich für Abmahngefährdet. Zu einen ist er ja nicht mehr der amtierende Weltmeister (okay das ist vielleicht eine zu vernachlässigende Sünde) und zum anderen klingt das so als ob die Brauerei bzw. der Braumeister so eine Art Brauweltmeister ist. Er ist oder war aber doch “nur” Sommelierweltmeister… und ich fürchte die o.g. Aussage verstehen viele Kunden falsch.

2013-11-29 15.01.53

Zum Bier: Es hat 5,0 % vol. alc. und kommt in ungewöhnlichen und schick gestalteten 0,66 l Flaschen zu ca. 4 Euro auf den Markt. Neben den schon erwähnten ausführlichen Zutatenlisten gibt es auch eine Speise-Begleit-Empfehlung. Sehr gut!

Optik: Im Glas ist das Bier Bernsteinfarben, hefetrüb, beiger feinporiger Schaum der exzellent am Glas haftet.

Rezenz: spritzig-prickelnd

Aroma: Grapefruit, Citrus, grüne Mango, etwas Kräuter, Fichte/Pinie, etwas Getreide

Antrunk: schlank, vollmundig, frisch, sortentypisch, fruchtig

Nachtrunk: trocken, feinherb-bitter, kräftig betont

Mein Prädikat: Tolles American Pale Ale zu einem (jetzt) guten Preis – wenn nur nicht die allzu kreative Vermarktung wäre. Vielleicht etwas zu spritzig geraten.

Tasting: Indie Ale von der Birrificio Indipendente Elav aus Comun Nouvo (BG), Italien

Noch ein Craft-Bier aus Italien. Diesmal von der Elav-Brauerei aus der Region Bergamo. Das sagt die Brauerei über ihr Bier:

An Amber Ale with a strong fruity scent. The scent of citrus and tropical fruit is sustained by a delicate bitterness and a slight caramel finish.

ABV:5,5%
IBU:40
PLATO:13
STYLE:American Amber Ale

Malts:Pils, Monaco, Crystal
Hops: Columbus, Centennial, Sorachi Ace, Simcoe,
BramlingX, Citra

Elav Indie Ale

Ein typisches / traditionelles Amber Ale ist das Bier aber m.E. nicht. Eher ein dunkleres IPA. Zumindest aber ein sehr stark gehopftes Amber Ale. Kein Wunder, denn beim Hopfen ist “alles am Start was Rang und Namen” hat. Es hat 13 Plato und 5,5 % vol. alc. und kommt in einer 0,33 l Flasche auf den Markt.

Zu Bier und Brauerei findet man hier mehr Infos: http://www.elavbrewery.com/en/elav-beers/indie-ale

Bei ratebeer.com bekommt das Bier mit einer Durchschnittsnote von aktuell 3,45 auf jeden Fall positive Bewertungen. ==> http://www.ratebeer.com/beer/elav-indie-ale/149787/

 

Optik: Rotbraun, trüb, beigefarbener cremiger, feinporiger Schaum der gut am Glas haftet.

Aroma: Citrus, Stachelbeere, Fichte/Pinie, Getreide, Karamell, Grapefruit

Rezenz: Frisch / leicht prickelnd

Antrunk: Frisch, fruchtig, herb-bitter, vollmundig

Nachtrunk: feinbitter, citrus-fruchtig, vollmundig / kräftig.

Mein Prädikat: Ungewöhnlich hopfenbetontes Amber Ale aus Oberitalien. Wenn es nicht so schwierig zu bekommen wäre, käme das öfter in mein Glas.

 

Tasting: Festbier von Kauzen Bräu aus Ochsenfurt

Das nächste weihnachtliche Festbier. Diesmal ein Bier aus Unterfranken. Auch bei diesem Bier ist – vom Etikett mit aufgedruckten Schneeflocken abgesehen – nicht viel “Weihnachtliches” zu spüren. Ein Märzenbier mit 5,8 % vol. alc. abgefüllt in der 0,5 l Flasche.

Kauzen Festbier

Mehr zur Brauerei findet man hier: http://www.kauzen.de/   Die recht positiven Bewertungen des Bieres bei ratebeer.com findet man hier: http://www.ratebeer.com/beer/kauzen-festbier/35084/

Optik: Dunkles Gold, sehr klar / blank, wenig weißer Schaum der rasch verschwindet.

Aroma: rein, malzaromatisch

Rezenz: angenehm-soft

Antrunk: schlank, abgerundet, malzaromatisch, weich, sortentypisch

Nachtrunk: ausgewogen, rund, feinbitter (endlich etwas Hopfen), recht harmonisch, süffig.

Mein Prädikat: Handwerklich ordentlich gemachtes Märzen – warum das ein Weihnachts-/Festbier ist erschließt aber nicht. Wie bei so vielen Festbieren auch. Willkommen im Club.

 

Tasting: Festbier von Löwenbräu Neuhaus/Aisch

Heute ein Festbier / Weihnachtsbier (also ein Märzen / Oktoberfestbier) aus dem monatlichen Paket des Biershop-Bayern. Es kommt aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt und somit aus MIttelfranken.

Löwenbrau Neuhaus

Die Gasthaus-Brauerei hat mit ihren Bieren (konkret dem Bernsteinfarbenen Hefeweizen und dem Keller Bier Dunkel) schon beachtliche sieben Medaillen beim European Beer Star Award gewonnen.

Mehr zu Brauerei findet man unter: http://www.zum-loewenbraeu.de

Bei Ratebeer sind die Bewertungen bisher auf einem durchschnittlichen Niveau – wenn auch bei kleiner Anzahl an Bewertungen: http://www.ratebeer.com/beer/lowenbrau-neuhaus-festbier/18016/

Das Festbier hat 5,5 % vol. alc., wird in 0,5 l Euro-Flaschen abgefüllt und die Zutaten sind Wasser, Gerstenmalz und Hopfen. Das Etikett zeigt einen stilisierten Löwen über dem Zunftwappen der Brauer. Okay für eine Regionalbrauerei würde ich sagen. 

Optik: Dunkelgoldene-kupferrote Farbe, klar/blank, wenig heller, feinporiger Schaum der rasch verschwindet.

Aroma: rein, karamellig, süßlich-malzaromatisch

Rezenz: angenehm-soft

Antrunk: abgerundet, vollmundig, sortentypisch, würzeartig, malzaromatisch, weich

Nachtrunk: rund, harmonisch, süffig

Mein Prädikat: Ordentliches Bier, aber eindeutig kein “Hidden-Champion” aus der mittelfränkischen Provinz.

Tasting: Extra Special Bitter von Fritzale aus Bonn

Fritzale Extra Special Bitter Höchste Zeit mal wieder ein Bier von Fritzale zu verkosten. Heute im Glas: Das “Extra Special Bitter”. Ein “Premium Bitter/ESB” Bier mit 54 IBU und 5,6 % vol. alc. (15 Plato). Das Bier hat bei ratebeer.com sehr viele gute Bewertungen bekommen, so dass es aktuell mit einer Durchschnittsnote von 3,45 in der ESB Kategorie auf Rang 38 platziert ist – weltweit wohlgemerkt. Kein schlechter Job den Fritz Wülfling und die Vormann Brauerei da machen. http://www.ratebeer.com/beer/fritz-ale-extra-special-bitter/221283/

Mehr zum Bier und zur Brauerei findet man hier: http://fritzale.net/ales.html

Das schreibt der Brauer über sein Bier:

FRITZALE Extra Special Bitter wird im Unterschied zum Vorbild mit amerikanischen Hopfen gebraut und mit einer englischen Alehefe vergoren. Das Ergebnis ist ein trockenes herbes Ale mit leicht fruchtigen Hopfennoten.

 

Zutaten laut Flaschenetikett: Wasser, Malz, Hopfen Hefe. Etwas mehr wird aber dann noch verraten: American C-Hops und English Ale Yeast. Welche der C-Hopfen (Cascade, Citra, Columbus, …) genau verwendet werden, wird leider nicht dokumentiert.

Im Glas ist das Bier goldfarben mit einem Stich Bernstein, es ist gleichmäßig trüb und hat einen hellbeigen, feinporigen, sehr gut haltbaren Schaum der sehr gut am Glas haftet.

Aroma: betont Fruchtig, rein, süßlich, Kräuter

Rezenz: frisch – leicht spritzig

Antrunk: frisch, sortentypisch, Hopfig-kantig, relativ schlank

Nachtrunk: betont trocken, herb – bitter, frisch, leichte Fruchtigkeit

Mein Prädikat: Wer von der fruchtigen “Nase” verführt wird, erlebt sein hopfenbitteres Wunder. Vielleicht wegen der betonten Bitter-Note nicht “jedermanns Sache” – aber mir gefällt es sehr gut.