Tasting: Weltenburger Kloster Kellerbier naturtrüb

Offenbar ganz neu auf dem Markt ist das Kloster Kellerbier naturtrüb vom Kloster Weltenburg (Der ältesten Klosterbrauerei der Welt). Und irgendwie ist das schon wieder so ein falscher Klosterbruder (https://bierausbayern.wordpress.com/2013/03/31/tasting-kloster-scheyern-kloster-weisse-hell/), denn hergestellt wird das Bier – wie sieben weitere der insgesamt 11 oder 12 Weltenburger Biere – von der Brauerei Bischofshof in Regensburg. Aber nachdem das auch auf dem Rückenetikett gut lesbar erwähnt wird, ist das wohl aus Gründen der Produktionskapazität okay. Auch wenn auf dem Etikett auf der Vorderseite der Flasche ein historisches Motiv vom Kloster zu sehen ist. So ein bisschen heile Klosterwelt wird einem also schon vorgegaukelt. Aber das ist ja fast schon der Standard (siehe Link zum Bier von Kloster Scheyern).

Das Bier kommt in der schlanken 0,5 l NRW-Flasche mit 5,0 % vol. alc. daher. Mehr zur Brauerei gibt es hier: http://www.weltenburger.de/  Zu diesem neuen Bier findet man dort aber heute (24. Okt. 13) noch kein Wort …

Im Glas zeigt sich das Bier hefetrüb, goldfarben mit feinporigem, weißem Schaum der gut am Glasrand haftet.

Das Aroma ist rein und leicht karamellig, etwas malzige Süße gesellt sich noch dazu. Der Antrunk ist abgerundet, weich, sortentypisch und malzaromatisch. Die Rezenz ist soft – angenehm. Der Nachtrunk ist ausgewogen, rund, harmonisch und feinbitter.

 

Prädikat: Das Bier füllt sicher eine Lücke im Weltenburger Sortiment. Ein gutes, süffiges und mildes Kellerbier / Zwickel ist es obendrein. Ein fader Beigeschmack kommt – wenn überhaupt – nur durch das gespielte Kloster-Image auf.

 

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2 thoughts on “Tasting: Weltenburger Kloster Kellerbier naturtrüb

  1. Eigentlich war es so und vermutlich ist es auch noch immer so: Biere, die als “Weltenburger Kloster Sorte”, etwa “Weltenburger Kloster Barock-Dunkel” oder “Weltenburger Kloster Asam-Bock” bezeichnet werden, werden in der Klosterbrauerei gebraut. Weitere Biere ohne den Zusatz Kloster, die nur als “Weltenburger” bezeichnet werden, werden in Regensburg gebraut.

    Die Räumlichkeiten der Klosterbrauerei gehören dem Kloster und sind an die Brauerei Bischofshof verpachtet. Die Brauerei Bischofshof gehört dem Erzbistum Regensburg. Insoweit eine von außen etwas schwer verständliche Organisation, aber kein Fake, wie es andere machen, wo ein Kloster überhaupt nicht braut, sondern von einer Kontraktbrauerei brauen läßt oder gar nur ihren Namen für ein Bier lizensiert.

    • Vielen Dank für die Hintergrund-Infos.
      Wobei ich allerdings anmerken muss, dass auf der Flasche Weltenburger Kloster steht. Also das mit “Weltenburger Kloster (Sorte/Name)” scheint so nicht (mehr) zu stimmen.

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