Wieninger Bierwerkstatt

Interessante Biere in kleinen Auflagen mit ungewöhnlichen Rezepturen … das machen die neuen Craft-Breweries. Richtig oder ?

Nein auch die bodenständige Brauerei Wieninger aus Teisendorf macht so was. Aktuell gibt es noch 50 Flaschen vom Dunklen Dreifach-Bock (Eichenfass-gereift).

Mehr dazu gibt es hier:  http://www.wieninger.de/sudaktuell.html

Lesestoff: Ganz im Zeichen des Bieres präsentiert sich heute die Süddeutsche Zeitung

Zwei Tage vor Beginn vom Oktoberfest auch ein nahe liegendes Thema.  🙂

Im Münchner Lokalteil werden die Wiesnbiere getestet und von ihren Braumeistern beschrieben. Bester Satz (zum Hacker-Pschorr Bier): >>>Ein Bier, das zu Freundschaft und Völkerverständigung beitragen solle, sagt Höflinger – und zur “Geschlechtervereinigung: Ich hoffe, dass da so einiges passiert.” Na Bravo. <<<

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Die wöchentliche Reisebeilage (die dürfte m.W. auch überregional erhältlich sein) steht komplett unter dem Motto “Reise zum Bier” und bringt unter anderem:

  • einen Bericht über das Hopfenland Hallertau inkl. Brauereiadressen
  • ein lesenswertes Interview mit Mikkel Borg Bjergso von Mikkeler (das Interview fand im Hofbräuhaus statt – aber viele lobende Worte über Bier aus Bayern finden sich nicht)
  • und ein Artikel über die neuen kleinen Brauereien (Antonius Bier http://www.antonius-bier.com/http://www.pustertaler-freiheit.com/)  in Südtirol die sich mit dem dortigen Platzhirschen (Forst) “anlegen”.

2013-09-19 12.38.29 2013-09-19 12.38.13 Brauereien in Südtirol Reisetipps für die Hallertau

Prädikat: Nicht verpassen.

Tasting: Jager Dunkel von der Mittenwalder Privatbrauerei

Mittenwalder Jager Dunkel Ein Bier von Deutschlands höchst gelegener Privatbrauerei. Wobei ich persönlich mit Mittenwald weniger die Höhe, sondern einen total verregneten Sommerurlaub im Jahre 1978 verbinde. Aber das soll mein Urteil über das Bier jetzt nicht trüben.

Mehr zu Bier und Brauerei findet man hier: http://www.brauerei-mittenwald.de

Das Bier hat 5,2 vol. %, wird mit Wasser, Gerstenmalz und Hopfen gebraut und kommt in einer schlanken NRW-0,5 l Flasche daher. Das Etikett zeigt Jagdmotive a la Lüftlmalerei (http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCftlmalerei). Nicht sehr kreativ aber es gibt von mir Punkte für die Heimatverbundenheit und die Bodenständigkeit.

Im Glas präsentiert sich das Bier mit einer schönen braunen Farbe, es ist klar und hat eine gut haltbare beige / hellbraune cremige Schaumkrone.

Das Aroma ist karamellig und malzaromatisch.

Die Rezenz ist angenehm frisch.

Der Antrunk: vollmundig, malzaromatisch, sortentypisch, etwas würzeartig.

Der Nachtrunk: kräftig betont, leicht bitter, rund lang anhaltend.

Prädikat: Klasse Dunkles aus Mittenwald – braucht den Vergleich mit “großen Namen” wahrlich nicht zu scheuen.

Tasting: Pax Bräu Admiral Nelson Pilsner

Kommt in der etwas ungewöhnlichen 1,0 Liter-Bügel-Flasche daher. Hat 50 IBU und 4,8 vol. %. Der Name gefällt mir sehr gut, denn neben Motueka-Hopfen und Riwaka-Hopfen wurde Nelson Sauvin-Hopfen aus Neuseeland verwendet. Somit haben wir es mit einem Kiwi-Neuseeland-Bier aus der Rhön zu tun. Not bad. Zumindest aktuell eine Abwechselung zum x-ten IPA aus Bayern 😉

Aktuelles von der Brauerei findet sich üblicherweise v.a. hier: http://de-de.facebook.com/paxbraeu

Das Etikett erinnert mich etwas an das IPA vom Ale-Project in Erding. Und für die sonst sehr schrägen Flaschenetiketten von Pax-Bräu ist das eigentlich zu bieder geraten. Aber auch hier ist der Inhalt besser als das Etikett.

Im Glas zeigt sich das Bier goldfarben, leicht trüb und mit stabilem, feinporigem weißen Schaum der schön am Glasrand haftet.

Das Aroma ist sehr exotisch und ungewöhnlich. Ich würde das mit den Begriffen Stachelbeere, Citrus, etwas Fichte / Tanne / Pinie und Kräuter umschreiben. Also relativ fruchtig.

Antrunk: Hopfig-bitter gepaart mit etwas malziger Süße, leicht säuerlich. Aber nichts von den Fruchtaromen die am Anfang die Nase gereizt haben.

Rezenz: Mittlere angenehme frische Karbonisierung.

Nachtrunk: Leicht herb und Hopfenbitter. Hier wieder mit einer leichten Fruchtigkeit die man vom Beginn kennt.

Prädikat: Rhön-Schaf trifft New Zealand Sheep !? Eine gut gelungene Kombination. Bitte mehr davon. 
Pax Bräu Admiral Nelson Pilsner

Tasting: Weißenoher Eucharius Märzen

Endlich mal wieder ein Bier aus Franken. Diesmal das Eucharius Märzen von der Klosterbrauerei Weißenohe  ==> http://www.klosterbrauerei-weissenohe.de/   Mit 14 bzw. 15 verschiedenen Bieren im Sortiment. Ein Märzen weil schon in einer Woche das Oktoberfest startet – die “Hochmesse” für Märzenbier.

Die techn. Daten:

  • Zutaten: Wasser, Gestenmalz, Hopfen
  • Stammwürze: P 13
  • Alkoholgehalt: 5,2 % Vol.
  • Gebinde: 0,5l
  • Haltbarkeit: Mindestens 6 Monate nach Abfülldatum

Wie beschreibt es die Brauerei: Ein rotgoldenes Märzenbier wie es die Tradition der Märzenbiere verlangt. Würzig im Trunk mit einem als Gegenpol der Vollmundigkeit den Gaumen umspielenden Hopfenaroma.

Es kommt in einer trad. Bügelverschlussflasche daher. Samt Wappen und Frakturschrift. Das Rückenetikett verrät etwas aber nicht zu viel über das Bier. Ganz OK würde ich mal sagen.

Optik im Glas: Hellbraun – dunkles Bernstein, sehr klar und mit feinporigem weißen bzw. hellbeigen Schaum der gut am Glas haftet.

Aroma: Karamellig, Malzaromatisch, Süßlich.

Antrunk: Weich, abgerundet, vollmundig, leicht würzeartig.

Rezenz: angenehm + frisch

Nachtrunk: Ausgewogen, rund, leicht kräftig, feinbitter und auch hier wieder malzige Süße.

Prädikat: Ein echtes fränkisches Traditionsbier. Würde auch auf der Wiesn eine gute Figur abgeben.

Tasting: Handwerk All-Day IPA

Kommt von der Collective Sao Gabriel aus Kapstadt in Südafrika. Wird offiziell hergestellt von Brewers & Union UG in München. Gebraut aber von Arcobräu Gräfliches Brauhaus in Moos / Bayern. ==> http://www.ratebeer.com/brewers/arcobrau-grafliches-brauhaus/2691/

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Also ein relativ unbekanntes IPA aus Bayern. Erstanden im empfehlenswerten Craft Beer Store in Hamburg. ==> http://craftbeerstore.de/

Hat 5,5 vol. % Alc. und kommt in einer klassischen NRW 0,5 l Flasche mit sehr schönem / stylischen Etikett daher. Aber außer das es “8 Weeks Brewing Time” dauert, erfährt man nicht wirklich etwas über das Bier.

Im Glas zeigt sich das Bier von dunkel-goldener Farbe, es hat einen beigen feinporigen und gut haltbaren Schaum. Es ist ganz leicht trüb und der Schaum haftet schön am Glas.

Das Aroma ist betont malzig und hat eine feine Zitrusnote. Ganz entfernte Karamell- und Kräuternoten gesellen sich dazu.

Antrunk: Frisch, Schlank und Malzaromatisch.

2013-09-13 17.36.44Rezenz: Angenehm sanfte Karbonisierung.

Nachtrunk: Rund, Feinbitter und etwas Zitrusfrucht.

Prädikat: Kein Hop-Head IPA, aber wirklich für jede Tageszeit geeignet. Warum Arcobräu das nicht auch hier in der Heimat vermarktet (sie können es doch !) bleibt etwas Rätselhaft.

Tasting: Camba Bavaria Lager

Es ist mal wieder Zeit für ein Bier aus dem umfangreichen Sortiment der Camba Bavaria. Das offenbar noch recht “neue” Camba Lager soll es heute sein. Mehr zum Bier findet man hier: http://www.cambabavaria.de/produkte/bierspezialitaeten/camba-lager/

Technische Daten: 0,33 l Flasche      5,4% vol. alc.,      Stammwürze 12,5%

Camba Bavaria Lager Das sagt die Brauerei über das Bier: Durch seine goldgelbe Farbe besticht unser Lager im Antrunk durch seinen eleganten vollmundigen Körper, wobei jedoch weder Malz noch Hopfen dominieren, allerdings sind beide gut ausbalanciert und mit einem Hauch von Süße versehen, sodass ein sanftes und erfrischendes Bier entstanden ist. Im Nachtrunk unerwartet weich und abgerundet mit einer dezenten Hopfenblume, die zum Weitertrinken einlädt.

Etikett & Flasche: Also erstens finde ich das sehr langweilig gestaltet. Kombiniert mit zu wenig / keinen Infos zum Bier.  Was mich aber wirklich verwirrt: Es gibt die neuen kleinen Flaschenabfüllungen von der Camba bei denen die Etiketten bewusst samwama jung-dynamisch gestaltet sind (Beispiele: Camba German IPA, Camba Ei Pi Ai, Camba Dry Stout) . Und dann gibt es die 0,5 l Bügelverschlussflaschen die eher bieder/traditionell und ohne Schnickschnack gestaltet sind (Beispiele: Camba Wilderer Weisse, Camba Märzen,…). Soweit so gut. Aber warum jetzt eine 0,33 Flasche mit dem “schnörkellosen” Etikett ? Was soll das ? Oder war der Grafiker krank? Kreative Brauerei hin oder her: Etwas Stringenz darf schon sein gell.

Im Glas: Blanke / klare goldene Farbe, sehr wenig weißer Schaum (der schnell verschwindet).

Aroma: Ziemlich rein und neutral. Etwas Kräuter- und Hopfenaroma.

Antrunk: Schlank, abgerundet und frisch. Etwas malzaromatische Süße.

Rezenz: Frisch / leicht prickelnd. Sortentypisch würde ich sagen.

Nachtrunk: Harmonisch und rund, süffig, leichte Hopfenbittere.

Prädikat: Keine Ahnung warum man der Meinung war das ein gutes aber am Ende recht langweiliges Lagerbier im großen Portfolio der Camba “gefehlt” hat. Nettes Sommerbier das keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.