Der Feinschmecker schreibt über „Bier vom Feinsten“

Der Feinschmecker-Artikel zu feinen Bieren im Überblick

Der Feinschmecker-Artikel zu feinen Bieren im Überblick

Und das finde ich sehr gut. Zumal es für die Redaktion so wichtig ist, daß es auf der Titelseite groß angekündigt wird. Zu finden ist der Bericht in der aktuellen August 2013 Ausgabe ab Seite 88. So viel prominente und fundierte Aufmerksamkeit für das Thema Bier ist begrüßenswert.

Das was auf der Titelseite versprochen wird, hält der 5-seitige Artikel auch ein. Er ist mit viel Ambition und Sachkenntnis von Sylvia Kopp (http://www.bierbotschaft.de/ ) geschrieben. Sorgfältige und mit gutem Gespür ausgewählte Bierbeispiele / Probiertipps, die in die Rubriken

Fasslagerung (beispielsweise mit Camba Bavaria Amber Ale Rum)

Hefe (Tax X – Meine Sommer Weisse von Schneider)

Malz (Maisel & Friends Chocolate Bock als ein Beispiel)

und Hopfen (Imperial IPA von Fritzale, Hopfenstopfer Incredible Pale Ale)

eingeteilt wurden, runden das Ganze ab und liefern dem Leser konkrete Einkaufshinweise.

Es wird relativ viel erklärt (Wann / wo zu trinken und zu erwerben, welche Glasform, usw.). Einziger Kritikpunkt am Artikel ist für mich die Aussage „Die Möglichkeiten, sich als Brauer kreativ auszuleben, sind, verglichen mit denen eines Winzers, recht begrenzt, werden derzeit aber einfallsreich genutzt.“. Denn diese Aussage geht etwas zu weit. Auch dem Winzer sind in Sachen Wetter, Terroir und Rebsorte(n) durchaus Grenzen gesetzt. Wo da auf der einen Seite mehr Spielraum sein soll, als auf der anderen Seite, erschließt sich mir nicht. Das Reinheitsgebot als „Grenze“ in Deutschland hätte ich mir ja noch gefallen lassen, aber bei der Kellerarbeit an sich können m.E. Winzer und Brauer durchaus im gleichen Rahmen kreativ sein. Aber vermutlich wollte die Feinschmecker-Redaktion dann doch nicht zu weit gehen?!

Und etwas irritierend fand ich am Ende des Textes den Verweis auf das Bier-Angebot im hauseigenen Gourmet-Shop. Denn keines der im Artikel genannten Biere wird dort angeboten. Sondern „Charakterstarke Biere“ von der Augsburger Privatbrauerei Riegele. Verkauft wird ein Set mit vier normalen Bieren a 0,5 l (Herrenpils, Kellerbier, Urhell und Weisse) sowie zwei Edelbieren in der 0,75 l Champagnerflasche (Dubbel und Imperial IPA) für insgesamt 44 € (zzgl. 5 € Versandpauschale). Das ist zumindest dann okay, wenn man für das Dubbel und das IIPA die üblichen 24,90 bzw. 18,90 € bezahlen mag. Für den normalen Feinschmecker-Leser also vermutlich OK. Aber Schade das man beispielsweise nicht Hopfenstopfer und / oder Fritzale-Biere anbieten konnte oder wollte. Der Mehr-Aufwand (versch. Lieferanten / Brauereien) wäre es m.E. wert gewesen. Online findet man das Shop-Angebot hier: http://www.der-feinschmecker-shop.de/de/charakterstarke-biere-von-der-brauerei-riegele

 

Prädikat: Lesenswerter Artikel in einem angesehenen Magazin – garniert mit einem eigenartigen Shop-Angebot.

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