Paulaner präsentiert: Das doppelte Lottchen … äh Bierchen

FC Bayern Fanbier (links) vs. Original Münchner Urtyp (rechts)

FC Bayern Fanbier (links) vs. Original Münchner Urtyp (rechts)

Seit einigen Tagen im Handel: Das Paulaner FC Bayern Sonderedition Fanbier. Die Flaschen zieren diverse Spieler des FC Bayern. Und gefeiert wird der Triple-Gewinn. Ist es eigentlich schon ein Revanche-Foul wenn die Paulaner-Brauerei zu diesem Zweck ein “Dortmunder/Helles” braut und verkauft ? 

Mehr zum Bier findet man z.B. hier: http://www.szene-drinks.com/news/28-06-2013-Die-Muenchner-Paulaner-Brauerei-widmet-dem-FC-Bayern-Muenchen-eine-Fanbier-Sonderedition_3351.html

und hier: http://www.paulaner-brauerei.de/547.0.79.html

Dort heißt es: “Das FC Bayern Fanbier ist ein speziell eingebrautes Hellbier. Zur Sammeledition zählen die Spieler Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer, Javier Martínez, David Alaba, Thomas Müller, Toni Kroos, Xherdan Shaquiri, Jérôme Boateng, Holger Badstuber und Arjen Robben. Auf dem Kronkorken sind die Logos von Paulaner und dem FC Bayern nebeneinander abgebildet. Käuflich erwerben kann man das Bier nur für kurze Zeit.”

Etwas stutzig gemacht hat mich die Tatsache, daß sowohl das “normale” Paulaner Original Münchner Urtyp als auch die Sonderedition Fanbier mit 5,5% Alc. und 12,5% P Stammwürze daherkommen. Auch die – wenig aussagekräftigen – Zutatenlisten gleichen sich wie ein Ei dem anderen. 

Und auch ins Glas eingeschenkt zeigen sich keine Unterschiede: Beide Biere sind identisch klar und strohgelb, sie haben wenig stabilen weißen Schaum, etwas vom Schaum haftet am Glasrand. 

Aroma: In beiden Fällen etwas malzaromatische Süße.

Antrunk: Wieder identisch. Schlank und malzaromatisch, abgerundet und rech frisch, leicht prickelnd. Die Rezenz ist angenehm und sortentypisch. 

Der Nachtrunk zeigt sich bei beiden Bieren relativ trocken, harmonisch und feinherb. Insgesamt kein schlechtes Bier, aber auch nix für das man extra in den Handel fahren muss. 

Fazit: Da ist m.E. nix speziell eingebraut (was immer das eigentlich aussagen soll) und ich bin sicher: Das sind identische Biere in unterschiedlichen Verpackungen. Kann man natürlich so machen, aber dann sollte die “Auszeichnung” auf dem Etikett auch besser / klarer sein. 

Prädikat: Heimliche Zwillinge – versehentlich (?) unterschiedlich verpackt.  

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3 thoughts on “Paulaner präsentiert: Das doppelte Lottchen … äh Bierchen

  1. Was im Artikel behauptet wird ist völliger Unsinn: FC Bayern Fanbier und Paulaner Münchner Urtyp sind *nicht* identisch. Ich habe extra bei der Brauerei diesbezüglich angefragt. Hier ist die Antwort:

    “Das Paulaner Original Münchner Urtyp ist ein sehr beliebtes Bier der Paulaner Hellbierfamilie. Deshalb haben wir uns beim Brauen stark daran orientiert – daraus erklärt sich auch die identische Stammwürze.”

    Weiterhin erklärt er, dass sich der Preisunterschied v. a. aus der Zusammenarbeit mit dem FC Bayern und der aufwändigen Etikettierung ergibt.

    Fazit: FC Bayern Fanbier *orientiert* sich nur an dem Rezpet des Paulaner Urtyps, die Biere sind jedoch nicht identisch. Ein trainierter Verkoster oder ein Bierenthusiast, der ein Bierblog betreibt, sollte eigentlich die subtilen Unterschiede herausschmecken können.

    Auch wenn Paulaner eine Großbrauerei ist und sich mittlerweile im internationalen Besitz befindet, brauen sie immer noch, dank der kompetenten Mitarbeiter und moderner Anlagen, sauber hergestellte und geschmackvolle Biere. Aus meinder Sicht hat es Paulaner es nicht nötig, Kunden zu hintergehen indem sie zwei identische Biere mit unterschiedlicher Etikettierung herausbringen.

  2. Danke für den Kommentar.
    Aber über die Preisgestaltung / den Preisunterschied habe ich mich in meinem Beitrag gar nicht ausgelassen. Ob ein Preisunterschied gerechtfertigt ist darf jeder für sich entscheiden. Die FC Bayern Fans werden sicher so oder so bei dem Bier zuschlagen.
    Und das mein Eindruck “völliger Unsinn” ist kann ich nicht nachvollziehen. Mag ja sein das die Paulaner Brauerei beim “starken orientieren” am Urhell Rezept etwas geändert hat. Vielleicht hat man einfach ein paar Kilo Münchner Malz gegen ein paar Kilo Wiener Malz ausgetauscht. Und schon isses nicht mehr das gleiche Rezept.Gell. Aber ob das beim Endprodukt irgendwelche Auswirkungen hat bzw. haben soll ist für mich zweifelhaft. Bei meinem Tasting war jedenfalls weder optisch noch geschmacklich ein Unterschied festzustellen. Auch kein ganz feiner subtiler. Wenn Du das anders geschmeckt hast: Fein.
    Ansonsten finde ich die Lobeshymne über die modernen Anlagen, die kompetenten Mitarbeiter, … ganz toll. Hinterlassen aber auch ein besonderes Geschmäckle.

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