Doppel-Tasting: Riedenburger Dolden Sud (Sud# 4 vs. Sud#5)

Links: Sud 4    Rechts: Sud 5

Links: Sud 4 Rechts: Sud 5

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Søren Aabye Kierkegaard)

Naja so weit muss es ja nicht gehen. Denn mit dem Riedenburger Dolden Sud (einem Bavarian India Pale Ale) hat die feine Bio-Brauerei ja einen Volltreffer gelandet. Zudem ist das Bier mit 1,40 bis 1,50 € auch mehr als Fair gepreist. Kein Grund zur Unzufriedenheit.

Aber nachdem mit gleich zwei verschiedene Sude zur Verfügung standen, habe ich letzte Woche mal einen direktes Vergleichstasting gemacht.

Mehr zum Bier findet man hier: http://www.riedenburger.de/fileadmin/data/PDFs/DOLDENSUD_Flyer.pdf

Vorweg: In beiden Fällen handelt es sich um eine sehr gutes und sortentypisches IPA. Aber nachdem mir kürzlich jemand gesagt hat, das sich die Sude durchaus unterscheiden würden, wollte ich der Sache mal auf den Grund gehen. Und siehe da, es gibt tatsächlich sicht- und schmeckbare Differenzen. Keine gravierenden, aber spürbare Unterschiede. Ob das bei einem Craft-Bier / handwerklichen Bier so dazu gehört, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Sud #4 (MHD 1. Feb 14) ist etwas dunkler und hat mehr orangetöne in der Farbe (man kann es auf dem Foto zumindest Ansatzweise erkennen). Er ist trüber als Sud#5 und produziert etwas weniger Schaum.

Sud#5 (MHD 14. Feb 14) ist etwas heller als Sud#4 und weniger trüb. Er liefert etwas mehr Schaum der zudem grobporiger ist. Im Nachtrunk ist Sud#5 leicht herber und bitterer und etwas mehr “spicy” als #4. Der Sud#5 wirkt insgesamt nicht ganz so abgerundet und harmonisch wie Sud#4.

Beide “Versionen” sind im Nachtrunk nicht nur fruchtig sondern auch spicy bzw. pfeffrig. Nachdem beide Biere noch recht jung sind, kann es m.E. sein das sich das im Laufe der Zeit abbaut.

Interessant aufgrund der Unterschiede ist sicher die Frage welcher Hopfen (es sind angeblich 10 verschiedene Hopfensorten!?) in welchen Mengen bei den Suden verwendet wurde. Da wünscht man sich als Bierfreak etwas mehr Transparenz.   Dazu heute (17. Jan. 2014) eine Ergänzung via http://feinerhopfen.wordpress.com/2014/01/16/riedenburger-brauhaus-weitgereiste-zelebrieren-doldensud/  wo Maximilian Krieger zur Anzahl der Hopfensorten schreibt: ursprünglich waren es acht Sorten. Das mit den 10 Sorten war eine Fehlinformation. Wo die her kam kann ich auch nicht sagen. Im Moment sind es sogar mehr Sorten weil wir jetzt nach der Ernte endlich genügend heimische Bio-Hopfensorten haben. Die amerikanischen und englischen Hopfen werden jetzt ersetzt und dadurch wird sich auf jeden Fall der Geschmack wieder ein bisschen ändern. Ein Hallertauer Cascade schmeckt halt einfach anders als ein amerikanischer und die anderen Sorten sowieso.
Der aktuellste Sud ist übrigens Sud 16.

Bemerkenswert ist außerdem die Tatsache das beim Dolden Sud laut Etikett KEIN nicht ausschließlich biol. angebauter Hopfen verwendet wird. Das ist m.W. ungewöhnlich für ein Bier von Riedenburger.

Prädikat: “Das Glück wurde als Zwilling geboren” (Lord George Byron)

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