Tasting: BraufactuM Darkon Schwarzbier

Eventuell ist das ja sogar ein Bier aus Bayern? Bei der Oetker-Brau-Gruppe weiß man ja nie so genau wo das Bier herkommt. BraufactuM residiert als “Die internationale Brau-Manufacturen GmbH” jedenfalls in Frankfurt. Aber nicht jedes (?) ihrer 11 Biere wird dort hergestellt. Mehr gibt es hier: http://www.braufactum.de/

Auf dem Etikett der neu ausgestatteten Flaschen steht jetzt neuerdings nicht mehr “Braufactum  –  Feine Bierkultur” sondern  “Braufactum   –   Das Craft Bier”. In meiner alten Firma hat man so ein Verhalten gerne als Namedropping bezeichnet! Guckstu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Namedropping

Neu ausgestattet heißt in dem Fall auch: 0,65 l Flaschen. Eigentlich eine nette Größe. Aber ich habe das Gefühl man hat zeitgleich an der Preisschraube gedreht (nach unten gar ?)

Etwas “affig” finde ich die gedruckte Unterschrift des Braumeisters – in dem Fall die von M. Rauschmann. Dem BraufactuM-Chef. Aber nachdem ich oft und gerne über zu wenig Transparenz auf den Bieretiketten der Brauereien motze, muss ich hier mal ein Lob aussprechen: Klar ist auf dem Etikett auch a bisserl Marketingblabla. Aber der Genießer erfährt bei den Braufactum-Bieren sehr viel über das Bier. Konkret beim Darkon welche Malzsorten (Münchner Malz, Karamellmalz, Röstmalz) verwendet werden und welcher Hopfen zum Einsatz kommt (Magnum, Saphir). B-r-a-v-o. So lob ich mir das. Stimmig und edel ist das Ganze eh. Also mein Rat an die anderen Brauereien: Nachmachen.

Das Bier selbst präsentiert sich im Glas ebenfalls gut. Klar und schwarz mit ein paar roten Blitzern. Toller fester, feinporiger, cremiger brauner Schaum der sehr stabil ist. Geschmacklich sehr schön bitter und röstig. Ein bisschen Schwarzbrot und Karamell kommt durch. Natürlich sehr malzaromatisch und kräftig. Und überraschend süß für ein Schwarzbier ist das Bier. Der Antrunk ist vollmundig und malzaromtisch. Trotz der Süße durchaus Sortentypisch. Die Rezenz ist angenehm aber keinesfalls spritzig oder gar prickelnd. Der Nachtrunk ist kräftig und feinbitter.

Prädikat: Gutes Schwarzbier – leider relativ teuer.

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