Tasting: Leinburger Senatoren Dunkel

Der Name von diesem Bier klingt eigentlich eher nach Bohnenkaffee. “Noch ein Tässchen frisch aufgebrühten Senatoren Dunkel, Tante Trude?”

Andererseits: Kaffee- und Röstaromen tauchen im Geschmack von diesem gelungenen Dunkel Export ja auch auf.

Die Standard NRW-Flasche trägt ein sehr traditionelles Etikett. Vielleicht für die “älteste Privatbrauerei im Nürnberger Land” auch okay. Aber selbst die Zutatenliste ist in Frakturschrift gesetzt. Das ist eigentlich unlesbar und für “Leser unter 80 Jahren” auch schon fast eine Zumutung.

Das Bier selbst ist auch sehr traditionell (das Braurezept hängt vermutlich auch in Fraktur gesetzt neben dem Braukessel). Ein kräftiges Dunkel mit viel Röst-, Dunkelmalz- und Kaffeearomen. Ziemlich bitter und leicht säuerlich – mit einem Porter kann man das geschmacklich nicht verwechseln. Aber mit einem Stout könnte man es verwechseln.   Wer ein kräftiges würziges Dunkles mag, der kommt beim Senatoren-Dunkel voll auf seine Kosten.

Optik: Braun und leicht trüb im Glas. Feiner, stabiler und heller Schaum.

Prädikat: Fraktur – beim Etikett und beim Rezept

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